Sachsens Kultusminister Conrad Clemens (CDU) verspricht eine weitere Reduzierung des Unterrichtsausfalls an den Schulen. «Das werden wir auch erreichen», sagte er bei der Vorstellung des neuen Schuljahres in Dresden. Im vergangenen Schuljahr habe man gerade an den Oberschulen die Unterrichtsausfälle um über 20 Prozent senken können. «Deshalb bleibt weiter das oberste Gebot, dass mehr Unterricht an unseren Schulen stattfindet, weniger Unterricht ausfällt.»
Gewerkschaften kritisieren Abordnungen
Gewerkschaften kritisieren die Abordnungen, sie sehen darin nur eine Umverteilung des Lehrermangels. «Herr Clemens spricht gern davon, was eine abgeordnete Lehrkraft an der neuen Schule dazulernt. Er verschweigt, was an der Stammschule verloren geht: die Klassenleitung, das Vertrauen der Schülerinnen und Schüler, die eingespielte Arbeit im Kollegium», erklärte der Chef des Sächsischen Lehrerverbandes, Michael Jung.
«Es geht beim Unterrichtsausfall nicht allein um die Statistik. Es geht um Beziehungsarbeit, Verlässlichkeit, Planbarkeit. Das alles ist massiv beschädigt worden», sagte Burkhard Naumann, Vorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft erst kürzlich.
Was sind weitere Schwerpunkte der Bildungspolitik in Sachsen?
Ein wichtiger Teil der Strategie «Bildungsland Sachsen 2030» ist die Modernisierung aller 528 Lehrpläne. Sie werden erstmals seit 2004 alle gleichzeitig überarbeitet. Die neuen Lehrpläne sollen den Schülern mehr Kompetenzen vermitteln sowie gesellschaftliche und bildungspolitische Entwicklungen aufgreifen. Auch Demokratie- und Medienbildung sowie sprachliche Bildung sollen mehr berücksichtigt werden.