Sachsens Landwirtschaftsminister Georg-Ludwig von Breitenbuch (CDU) hält den Freistaat beim ökologischen Anbau für gut gerüstet. «Mit rund zehn Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche sehen wir in Sachsen ein marktgerechtes Wachstum im Ökolandbau. Unsere sächsischen Öko-Betriebe sind für die stetig wachsende Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln gut aufgestellt», sagte er der Deutschen Presse-Agentur.
Stärkung der regionalen Wertschöpfung
«Ich verbinde mit dieser Entwicklung vor allem eine Stärkung der regionalen Wertschöpfung, die einen wichtigen Beitrag zur Ernährungssicherheit auch in herausfordernden Zeiten darstellen kann», betonte von Breitenbuch. Auch das Innovationspotenzial stärke den Freistaat, wenn neben der Förderung des Ökolandbaus in der weiteren Kette auch die Ernährungswirtschaft gefördert werde. So könnten Bio-Verarbeiter etwa Produktionskapazitäten für die Verarbeitung von Getreide und Leguminosen – dazu zählen etwa Ackerbohnen und Erbsen – aus- und aufbauen.
«Das sind Beispiele, die zeigen, dass es uns gemeinsam mit den konventionell wirtschaftenden Betrieben gelingen kann, eine geeinte, regional stark vernetzte und damit wettbewerbsfähige Landwirtschaft im Freistaat zu stärken und zu fördern», so von Breitenbuch. Um den Fachaustausch zwischen «öko» und «konventionell» zu fördern, habe man das Aufgabenspektrum des sächsischen Kompetenzzentrum Ökologischer Landbau mit der Aufgabe eines Wissenstransfers für konventionelle Betriebe in einer Einheit im Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie konzentriert.