Bei der Energiewende gibt es laut einer Befragung Nachholbedarf bei der Akzeptanz in der Bevölkerung. Eine Mehrheit von 56 Prozent stehe erneuerbaren Energien zwar grundsätzlich positiv gegenüber, wie das Wirtschaftsministerium mitteilte. Gleichzeitig bleibt demnach ein erheblicher Teil der Bevölkerung (28 Prozent) unentschieden und 14 Prozent lehnen sie ab. Für die Erhebung wurden im zurückliegenden Oktober und November 1.500 Menschen aus Sachsen befragt.
Panter: Energiewende nachvollziehbar gestalten
«Die Ergebnisse zeigen klar, dass wir besser erklären, früher einbinden und konkrete Vorteile sichtbarer machen müssen», sagte Wirtschaftsminister Dirk Panter (SPD). Die Energiewende könne nur dann erfolgreich sein, wenn sie für die Menschen nachvollziehbar gestaltet werde. Panter betonte gleichzeitig, eine sichere, bezahlbare und klimafreundliche Energieversorgung sei ein entscheidender Wettbewerbsfaktor. «Kriege, Krisen und Großmachtkonflikte zeigen, dass wir uns von fossilen Energieimporten unabhängiger machen müssen.»
Der Handlungsdruck ist laut Ministerium hoch. Sachsen erzeuge weiterhin zu wenig Strom aus erneuerbaren Energien - auch im Vergleich zu anderen ostdeutschen Bundesländern. So werden laut vorherigen Angaben lediglich 0,3 Prozent der Fläche des Freistaats für Windenergie genutzt oder ausgewiesen. Bis 2027 soll laut bundesweiten Vorgaben jedoch 1,3 Prozent der Landesfläche für Windenergie ausgewiesen werden, bis 2032 zwei Prozent.
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