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Chemnitzer Robotik-Start-up Botfellows gewinnt internationalen Gründerpreis

Roboterarm im Industriebereich
vl: Jayanto Halim, Sebastian Krusche, Dr. Mohamad Bdiwi, Paul Eichler und Ibrahim Al Naser. Botfellows erleichtert die Programmierung von Industrierobotern (Bild: Botfellows GmbH)
Von: Thomas Wolf
Botfellows aus Chemnitz hat den International Founders Award 2026 gewonnen. Das Unternehmen entwickelt Software, die Menschen und Industrieroboter sicherer zusammenarbeiten lassen soll.

Das Chemnitzer Robotik-Start-up Botfellows hat den International Founders Award 2026 gewonnen. Das Finale fand am 2. September in Frankfurt am Main statt. futureSAX teilte den Erfolg am Dienstag, 8. September, mit. Das Team hatte zuvor bereits beim sächsischen Finale des Wettbewerbs auf der Sächsischen Innovationskonferenz 2026 überzeugt.

Botfellows setzt sich im internationalen Finale durch

Beim International Founders Award treten Gründungsteams mit internationalen Wurzeln an, die in Deutschland Unternehmen aufbauen. Zum Finale gehörten Pitches, Gespräche mit Investoren und Diskussionen über den Zugang internationaler Gründer zum deutschen Start-up-Markt. Die Veranstaltung in Frankfurt wurde unter anderem von Frankfurt Forward und der Wirtschaftsförderung der Region FrankfurtRheinMain unterstützt.

Welche Kategorie Botfellows gewann, wie viele Teams im Finale antraten und ob mit dem Preis ein Preisgeld verbunden ist, nannten futureSAX und Botfellows zunächst nicht.

futureSAX würdigte besonders die internationale Wirkung der Auszeichnung. In dem Beitrag heißt es wörtlich: „Sachsen kann Deep Tech. Sachsen kann Robotik. Sachsen kann international.“

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Software soll Zusammenarbeit mit Robotern sicherer machen

Botfellows entwickelt Software für industrielle Robotik. Nach Angaben des Unternehmens sollen die Systeme Roboter schneller in Produktionsabläufe einbinden und Anpassungen erleichtern. Im Mittelpunkt steht die Zusammenarbeit von Menschen und Maschinen.

Zum Angebot gehören drei Lösungen. „Dynamic Safety“ nutzt Sensoren und eine laufende Überwachung, um Roboterbewegungen an die aktuelle Umgebung anzupassen. „Safety Twin“ bildet Maschinen, Arbeitsabläufe und Sicherheitsbereiche digital ab. Unternehmen sollen Änderungen dadurch prüfen können, bevor sie in der Fabrik umgesetzt werden. Mit „RobCraft“ lassen sich Roboteraufgaben über eine Bedienoberfläche einrichten. Programmierkenntnisse sollen dafür laut Botfellows nicht erforderlich sein.

Der Preis ist eine Auszeichnung für das Geschäftsmodell und den Auftritt des Teams. Vor dem Einsatz in einer Fabrik müssen Robotersysteme weiterhin für den jeweiligen Arbeitsplatz geprüft und die gesetzlichen Sicherheitsanforderungen erfüllt werden.

Robotersicherheit ist für den Mittelstand ein Kostenfaktor

Roboter arbeiten in großen Serienproduktionen seit Jahren. Für kleinere Unternehmen ist die Einführung häufig schwieriger. Maschinen müssen dort wechselnde Bauteile und kleine Stückzahlen bearbeiten. Jede Anpassung kostet Zeit und kann neue Sicherheitsprüfungen notwendig machen.

Software wie die von Botfellows soll diesen Aufwand verringern. Beschäftigte könnten näher mit Robotern zusammenarbeiten, wenn Sensoren Gefahren erkennen und die Maschinen ihre Bewegung rechtzeitig anpassen. Hersteller versprechen sich davon weniger Stillstand und flexiblere Produktionsabläufe.

In Sachsen beschäftigt sich ein Netzwerk aus rund 350 Unternehmen und Forschungseinrichtungen mit solchen Anwendungen. Wie Roboter und KI bereits im sächsischen Mittelstand eingesetzt werden, zeigt unter anderem ein Projekt bei Arnold Electronic in Lichtenau.

Von der Innovationskonferenz nach Frankfurt

Botfellows hat seinen Sitz am Technologie-Campus in Chemnitz. Als Geschäftsführer nennt das Unternehmen Dr. Mohamad Bdiwi, Paul Eichler und Sebastian Krusche. Die Firma richtet ihre Software an Maschinenbauer, Systemintegratoren und produzierende Unternehmen. Zu den adressierten Branchen gehören die Automobilindustrie, Elektronikfertigung, Logistik, Metallverarbeitung sowie Pharma- und Lebensmittelproduktion.

Das sächsische Finale des International Founders Award fand am 17. Juni während der Innovationskonferenz in Dresden statt. Mehr als 2.000 Menschen und rund 200 Aussteller kamen damals in die Messe Dresden. Einen ausführlichen Rückblick gibt es im Artikel zur Sächsischen Innovationskonferenz 2026.

Knapp drei Monate nach dem Auftritt in Dresden folgte für Botfellows der Sieg im internationalen Finale in Frankfurt.

Thomas Wolf
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Thomas Wolf

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