Bei der Erkundung von Erzlagerstätten setzen Forscher und Unternehmen erstmals im Erzgebirge auf ein neues Verfahren aus der Luft. Dazu werden im September am Gottesberg in Muldenhammer (Vogtlandkreis) ein Hubschrauber und Spezialdrohnen eingesetzt, informiert die Bergakademie Freiberg. Ziel sei es, ein möglichst genaues 3D-Modell der dort bekannten Zinn-Lagerstätten zu erstellen.
Das Verfahren nutze elektrische Signale leitfähiger Erz-Körper, die durch am Boden verlegte Stromkabel angeregt werden, heißt es. Sie werden von einer Sonde mit hochsensiblen Magnetfeldsensoren am Hubschrauber empfangen. So ließen sich elektrische Eigenschaften von Sedimenten und Gesteinen über große Gebiete bis in 1.000 Metern Tiefe erfassen.