Schwindende Aufträge und wenig Investitionen trüben die Stimmung im sächsischen Handwerk. Nur rund jeder dritte Betrieb (37 Prozent) schätzt seine aktuelle Geschäftslage als gut ein, wie der Sächsische Handwerkstag in Dresden mitteilte. Das gehe aus einer Konjunkturumfrage im September unter rund 1.300 Unternehmen hervor. Vergangenes Jahr sei noch fast die Hälfte der im Herbst befragten Betriebe positiv gestimmt gewesen.
«Aktuell steht das Handwerk von mehreren Seiten unter Druck», sagte Handwerkstags-Präsident Uwe Nostitz in Dresden. Die Privatkunden seien zurückhaltend, die Unternehmen durch hohe Abgaben und hohe Kosten belastet. Das sorge dafür, dass die Investitionen auf einem niedrigen Niveau verharren. Es fehle an Planbarkeit und Zuversicht.
Über alle Gewerke hinweg rechnen viele Betriebe absehbar nicht mit einer Verbesserung ihrer wirtschaftlichen Lage, hieß es. Fast die Hälfte von ihnen (44 Prozent) erwarten mit Blick auf die kommenden Monate sogar noch schlechtere Geschäfte – so tief seien die Erwartungen zuletzt vor zehn Jahren gewesen.