Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) warnt vor einer Benachteiligung kleiner Projekte der erneuerbaren Energien. «Eine Energiewende, die vor allem auf wenige große Akteure setzt, verkennt die Stärke unseres dezentralen Energiesystems. Bürgerenergie schafft regionale Wertschöpfung, stärkt das Handwerk und den Mittelstand, erhöht die Akzeptanz vor Ort und macht unsere Energieversorgung unabhängiger und widerstandsfähiger», erklärte der sächsische BUND-Chef Felix Ekardt.
BUND: Erfolgsgeschichte nicht gefährden
Hunderttausende Bürgerinnen und Bürger hätten in den vergangenen Jahren mit kleinen Photovoltaikanlagen auf ihren Dächern, Energiegenossenschaften und kommunalen Projekten den Ausbau der erneuerbaren Energien maßgeblich vorangebracht, argumentiert der BUND. «Diese Erfolgsgeschichte darf jetzt nicht gefährdet werden.» Man brauche verlässliche Rahmenbedingungen für Investitionen. «Netzengpässe dürfen nicht dazu führen, Bürgerenergie auszubremsen», betonte Ekardt.
Mangel bei Kapazitäten für Netzanschlüsse
«Die Netzbetreiber werden inzwischen mit Anschlussbegehren förmlich überschwemmt. Deshalb ist es an der Zeit, eine am tatsächlichen Bedarf orientierte Priorisierung von Netzanschlusskapazitäten im Bundesrecht zu verankern», hatte Scheel vor einigen Tagen erklärt. Das bisherige Prinzip, das jedem Geschäftsmodell einen Rechtsanspruch auf einen Anschluss einräumt, werde den Anforderungen einer modernen Energie- und Industriepolitik nicht gerecht.
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten