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Suzanne Vega leiht einer Oper ihre Stimme

Suzanne Vega leiht einer Oper ihre Stimme
Sängerin Suzanne Vega war als Sprecherin der Oper «Einstein on the Beach» von Philip Glass bei den Dresdner Musikfestspielen beteiligt (Archivbild). / Foto: Jaroslav Novák/TASR/dpa
Von: DieSachsen News
Die Oper «Einstein on the Beach» von Philip Glass ist eine Herausforderung für Künstler und Publikum. Jetzt kam das Manifest der Minimal Music bei den Dresdner Musikfestspielen zur Aufführung.

Klangrausch im Festspielhaus Hellerau: Die Dresdner Musikfestspiele haben mit einer Aufführung der Oper «Einstein on the Beach» von Philip Glass den Nerv des Publikums voll getroffen. Nach dreieinhalb Stunden Aufführungsdauer ohne Pause wollte der Beifall im Festspielhaus Hellerau kein Ende nehmen. Die US-amerikanische Sängerin und Songwriterin Suzanne Vega («Luka») trug die Textpassagen eines Werkes vor, das Kultstatus besitzt und in Dresden konzertant aufgeführt wurde.

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Chor, Musiker und Vega beeindruckten das Publikum 

Mit dem Collegium Vocale Gent war ein anerkannter Weltklasse-Chor beteiligt. Auch das belgische Ensembles Ictus unter Leitung von Tom de Cock brillierte. In dieser Besetzung war «Einstein on the Beach» 2022 in der Hamburger Elbphilharmonie für Tonträger aufgenommen worden. Nicht zuletzt die Klangregie von Alexandre Fostier trug in Dresden maßgeblich zum Hörerlebnis bei. 

Die Oper besitzt keine durchgehende Handlung. Auf Namensgeber Einstein wird unter anderem mit mehreren Geigensoli Bezug genommen. Der Physiker Albert Einstein galt als leidenschaftlicher Hobby-Geiger. «Als ich klein war, gehörte Einstein zu meinen Helden», schrieb der Komponist in seinem Buch «Music by Philip Glass»: «Wenn man, wie ich, nach Kriegsende aufwuchs, war es unmöglich nicht zu wissen, wer Einstein war. Die empathischen und zugleich katastrophenschwangeren Anfänge des nuklearen Zeitalters hatten die Atomenergie zum meistdiskutierten Thema jener Tage gemacht.»

Entspannungsübungen während der Aufführung

«Einstein on the Beach» hatte den Komponisten Philip Glass nach der Uraufführung 1976 berühmt gemacht. Ursprünglich war das Werk sogar auf fünf Stunden ohne Pause anberaumt worden. Dem Publikum wurde vorgeschlagen, sich während der Aufführung nach Belieben zu entfernen und wieder im Saal zu erscheinen. Auch in Dresden machten viele Zuschauer davon Gebrauch. Musiker und Sänger nutzten Passagen, in denen sie nicht am Geschehen beteiligt waren, für Entspannungsübungen im Bühnenhintergrund.

Minimal Music kann auf große Fangemeinde bauen 

Minimal Music besitzt eine große Fangemeinde und kann ein außergewöhnliches Klangerlebnis bewirken. Sie zeichnet sich vor allem durch die sogenannte Patterntechnik aus, die kurze rhythmische beziehungsweise rhythmisch-melodische Formeln vielfach wiederholt. In der Überlagerung dieser Pattern entsteht trotz der inneren Motorik ein äußerlich statisch wirkendes Klanggebilde. Für den Hörer bleiben die musikalischen Strukturen dabei immer vieldeutig: Das Gleiche kann quasi aus immer neuen Perspektiven wahrgenommen werden.

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