Auf Sachsens Bühnen wird weiter gespielt, doch hinter den Kulissen wächst der Druck. Steigende Kosten und knappe öffentliche Kassen bringen viele Theater zunehmend an ihre Grenzen. «Ihnen geht es mitunter sehr schlecht», sagt Lutz Hillmann, Geschäftsführer beim Deutschen Bühnenverein, Landesverband Sachsen. Viele Häuser hätten mit «größten finanziellen Schwierigkeiten» zu kämpfen. Tarifsteigerungen würden die Budgets der Theater zunehmend belasten. «Das kann für einige Häuser der Todesstoß sein.»
Laut Hillmann, der Intendant des Deutsch-Sorbischen Volkstheaters in Bautzen ist, geht die Schere zwischen wachsenden Kosten und begrenzten finanziellen Möglichkeiten immer weiter auseinander. Besonders angespannt sei die Lage unter anderem am Theater Plauen-Zwickau. Dort stünden Einsparungen in Millionenhöhe im Raum. Gleichzeitig hätten auch die Trägerkommunen mit eigenen finanziellen Problemen zu kämpfen. Wie die Situation gelöst werden soll, sei derzeit offen. Perspektivisch könnte die Talfahrt auch krisensichere Häuser erreichen. Das große Opernhaus in Leipzig etwa stehe vor finanziellen Schwierigkeiten und einer drohenden Insolvenz in zwei bis drei Jahren. «Daran ist zu sehen, wie eklatant die Lage ist.»