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Finanzspritze für zwei sächsische Naturparks

Finanzspritze für zwei sächsische Naturparks
Der Naturpark Zittauer Gebirge ist der kleinste der drei sächsischen Naturparke (Archivbild). / Foto: Robert Michael/dpa
Von: DieSachsen News
Etwa elf Prozent der sächsischen Landesfläche gehören zu Naturparks- Landschaften, die dem Schutz der Natur und zur Erholung der Menschen dienen. Zwei von ihnen erhalten nun Extra-Geld vom Freistaat.

Sachsen versorgt zwei seiner drei Naturparks im Freistaat mit einer Finanzspritze. Die Naturparke Dübener Heide und Zittauer Gebirge erhalten in diesem Jahr zusätzlich zur Basisfinanzierung insgesamt 250.000 Euro, teilte Umwelt- und Landwirtschaftsminister Georg-Ludwig von Breitenbuch (CDU) nach der Kabinettssitzung in Dresden mit. Die Mittel sollen es den beiden Parks ermöglichen, ihre Angebote in den Bereichen Bildung, Öffentlichkeitsarbeit und Regionalentwicklung auszubauen.

Junge Menschen für den Schutz der Umwelt begeistern

«Die Naturparke sind unverzichtbare Partner für den Erhalt unserer einzigartigen Natur- und Kulturlandschaften. Mit den zusätzlichen Mitteln stärken wir ihre Rolle als regionale Plattformen für Bildung, nachhaltigen Tourismus und Klimaschutz», sagte der Minister. Besonders die Bildung für nachhaltige Entwicklung sei ein zentraler Baustein, um junge Menschen für den Schutz der Umwelt zu begeistern.

Für die Dübener Heide fließen 150.000 Euro an den Landkreis Nordsachsen. Der Landkreis Görlitz erhält für das Zittauer Gebirge 100.000 Euro. In der Dübener Heide sollen damit zwei befristete Teilzeitstellen für das Thema Bildung geschaffen werden.

Im Zittauer Gebirge geht es um eine Projektstelle für Bildung und Öffentlichkeitsarbeit, um ein Modellprojekt zur Zusammenarbeit mit Schulen und Kindertageseinrichtungen fortzusetzen. «Darüber hinaus fließen Mittel in die Anschaffung von Lehrmaterial und Ausrüstungsgegenständen sowie in die Erweiterung der Beschilderung, um Besucherinnen und Besucher besser zu informieren und gleichzeitig die Schutzgebiete zu sichern», hieß es. In dem Projekt «Naturparkschulen gestalten Sachsen - global lernen. Heimat leben» werde in Kooperation mit dem Kultusministerium Kindern und Jugendlichen die Bedeutung von Nachhaltigkeit und Heimatverbundenheit vermittelt.

Naturparks umfassen elf Prozent der sächsischen Landesfläche

In Sachsen gibt es drei Naturparke: Dübener Heide, Zittauer Gebirge und Erzgebirge/Vogtland, die zusammen rund elf Prozent der Landesfläche umfassen. Sie sind gesetzlich verankerte Modellregionen, die Naturschutz, nachhaltigen Tourismus, Bildung für nachhaltige Entwicklung und regionale Wertschöpfung verbinden. Die zusätzlichen Mittel wurden im Rahmen des Doppelhaushalts 2025/2026 vom Sächsischen Landtag beschlossen.

Anpassungsstrategien für den Klimawandel entwickeln

Von Breitenbuch sieht eine besondere Herausforderung der Naturparks darin, Anpassungsstrategien zum Klimawandel zu entwickeln, Besucherströme zu lenken und den Schutz der biologischen Vielfalt zu gewährleisten. Die jährliche Basisfinanzierung, die es bisher nach dem sächsischen Naturschutzgesetz gibt, reiche noch nicht aus, um diese Aufgaben vollständig zu erfüllen.

Nach Angaben des Ministers beträgt die Basisfinanzierung für den Naturpark Dübener Heide 144.700 Euro, für den Naturpark Zittauer Gebirge 60.000 Euro und für den Naturpark Erzgebirge-Vogtland 350.800 Euro. Die jetzt an die beiden Naturparks ausgereichten Mittel kamen im Zuge der Haushaltsberatungen durch einen Änderungsantrag der Grünen zustande.

Im neuen Doppelhaushalt soll die Basisförderung laut Regierungsentwurf unverändert bleiben, betonte von Breitenbuch. Die zusätzlichen 250.000 Euro sollen dann aber unter den drei Parks aufgeteilt werden.

Naturpark Dübener Heide überschreitet Ländergrenze

Der Naturpark Dübener Heide ist unter den Naturparks der einzige, der die Landesgrenzen überschreitet. Er liegt etwa zur Hälfte in Sachsen und in Sachsen-Anhalt. Auf einer Fläche von rund 770 Quadratkilometern umfasst er den größten Mischwald der Region. Die Flusslandschaft zwischen Elbe und Mulde ist geprägt von unberührten Mooren, Heidebächen und Weihern. Die Region ist Heimat von Kranichen und Seeadlern und vielen anderen Tieren.

Der Naturpark Zittauer Gebirge wurde 2007 als 100. Naturpark in Deutschland eröffnet und erstreckt sich über eine Fläche von 133 Quadratkilometern. Er ist damit der kleinste sächsische Naturpark und befindet sich im Dreiländereck von Sachsen, Tschechien und Polen. Die Gegend ist geprägt von bizarren Sandsteinformationen und romantischen Tälern. Oberlausitzer Umgebindehäuser verleihen ihr ein besonderes Flair. Mehr als 400 Kilometer Wanderwege und ein gut ausgebautes Radwegenetz ziehen sportbegeisterte Touristen an.

Der Naturpark Erzgebirge/Vogtland erstreckt sich auf einer Länge von 120 Kilometern entlang des Elster- und Erzgebirges. Die Gegend gilt als Wanderparadies. Moore, Gebirgsbäche, Berg- und Feuchtwiesen sowie Streuobstwiesen geben der Region ein Gesicht. Hier befinden sich die Lebensräume gefährdeter Pflanzen- und Tierarten. Bei den Pflanzen sind es etwa die Feuerlilie sowie verschiedene Enzian- und Orchideenarten. Zu den hier lebenden Tieren gehören Sperlingskauz, Eisvogel und Flussperlmuschel.

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