Sachsen sieht sich durch Tierseuchen vor immer größere Herausforderungen gestellt. Die Bekämpfung von Vogelgrippe, Afrikanischer Schweinepest (ASP) und andere Seuchen forderten die Veterinärbehörden dauerhaft, sagte Sozialministerin Petra Köpping (SPD) nach der Kabinettsitzung in Dresden. «Globalisierung, Klimawandel und veränderte Rahmenbedingungen erhöhen das Risiko ihrer Ausbreitung.» Zuvor hatte sie die Regierung in puncto Tierseuchen auf den aktuellen Stand gebracht.
Afrikanische Schweinepest so gut wie ausgemerzt
Ein positives Fazit zog Köpping zur ASP. Diese sei in Sachsen so gut wie getilgt. Allerdings könne man die Aussage nur mit Vorsicht treffen, denn schon morgen könnte ein neuer Fall auftreten. Aktuell gebe es bei ASP noch Ausbrüche in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen. Dort seien zurzeit mehr als 2.600 Fälle aktiv. In Sachsen habe man derzeit nur noch einen aktiven Fall, dessen Feststellung am 5. Februar auslaufe: «Dann wird Sachsen nach fünfeinhalb Jahren ASP-frei sein.»
Keine Hausschweine in Sachsen von ASP betroffen
Köpping erinnerte daran, dass noch vor drei Jahren ein Drittel der Fläche Sachsens ASP-Sperrzone war. Heute seien nur noch Teile der Landkreise Bautzen und Görlitz betroffen. Dass nur Wildschweine und keine Hausschweine betroffen waren, sei eine Erfolgsmeldung. Sachsen habe seit 2020 rund 60 Millionen Euro für die ASP-Bekämpfung aufbringen müssen. Die Unterstützung der EU über den Bund sei mit weniger als einer Million Euro gering ausgefallen.