Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm, heißt es landläufig. Der Spruch gilt in einem Apfelland wie Südtirol besonders. Bei den Musikern der Kastelruther Spatzen hat man jetzt notgedrungen ganz nah am Stamm gesucht. Da sich Sänger Norbert Rier (65) im Oktober an der Universitätsklinik Innsbruck einer Herz-OP unterziehen musste, drohte die alljährliche Weihnachtstour der «Spatzen» ins Wasser zu fallen. Nun ist Riers Sohn Alexander (40) dabei.
Der Sohn springt für den Vater ein
Eingewöhnungsprobleme mit dem Junior gab es nicht, verrät Keyboarder und Akkordeonspieler Albin Gross, mit 70 Jahren Senior der Band. «Alexander hat die Lieder schon als Kind gehört und kennt sie in- und auswendig.» Als Schlagersänger habe er sich in den vergangenen Jahren bestens entwickelt. «Bei den Fans kommt es gut an, dass der Sohn für den Vater einspringt.» Zudem sei es vorteilhaft, dass Alexander das Durchschnittsalter etwas nach unten drücke. Er habe die gleiche Mimik wie sein Vater. Wer die «Spatzen» sei langem kenne, denke wohl vermutlich, die Zeit wäre stehengeblieben.