Die Dresdner Musikfestspiele spüren für ihre 49. Ausgabe viel Resonanz. Mehr als ein Drittel der 64 Veranstaltungen sind bereits vor dem Auftakt ausverkauft, teilte das Festival mit. Es beginnt an diesem Donnerstag im Kulturpalast mit einer konzertanten Aufführung von Richard Wagners «Götterdämmerung» auf historischen Instrumenten. Der offizielle Auftakt der Festspiele unter dem Motto «Leichtigkeit des Seins» folgt einen Tag später an gleicher Stätte mit einem Konzert der Dresdner Philharmonie unter Leitung von Tabita Berglund - moderiert von Comedian Olaf Schubert. Dann tritt auch Intendant Jan Vogler als Solist des Cellokonzerts von Henri Dutilleux auf.
Großzügige Spenden aus den USA
Laut Vogler hat der gute Vorverkauf dazu beigetragen, sinkende städtische Zuschüsse für die Festspiele aufzufangen. Der Gesamtetat liegt in diesem Jahr bei 6,6 Millionen Euro, die Zuwendung der Stadt Dresden bei 890.000 Euro. Dass der Etat in diesem Jahr so groß ausfällt, hängt auch mit einer großzügigen Spende vom Packard Humanities Institute in Los Altos (US-Bundesstaat Kalifornien) zusammen. Die Stiftung stellte rund 1,7 Millionen Euro für die Aufführung der «Götterdämmerung» bereit.
Finale für Wagner-Projekt
Mit dem letzten Teil von Wagners «Der Ring des Nibelungen» schließen das Festspielorchester und das Ensemble Concerto Köln unter der Leitung von Kent Nagano ihren Wagner-Zyklus ab. Mit «The Wagner Cycles» verbinden die Musikfestspiele musikalische Praxis und Wissenschaft zu einem neuartigen Klangerlebnis. Auf historischen Instrumenten sowie im Gesangs- und Sprachstil der Wagner-Zeit wurden seit 2023 die «Ring»-Teile bei den Festspielen in Dresden und bei Tourneen europaweit aufgeführt. 2027 soll im Wiener Konzerthaus der komplette «Ring» im Sound der Entstehungszeit erklingen.