Dem Europäischen Zentrum der Künste im Festspielhaus Hellerau drohen trotz guter Zahlen im kommenden Jahr erhebliche Einbußen. Da die Bundesförderung für das Bündnis internationaler Produktionshäuser ausläuft, fehlen bezogen auf das Jahr 2025 allein für diesen Punkt rund 523.000 Euro, wie das Festspielhaus mitteilte. Im laufenden Jahr stehen Hellerau noch Restmittel in Höhe von 267.000 Euro aus der vergangenen Projektphase zur Verfügung.
Außerdem ist unklar, wie sich die Lage der öffentlichen Haushalte - etwa des Freistaats - auf Projektförderungen auswirkt, die Hellerau für seine Programme in Anspruch nimmt. Auch der städtische Haushalt ist noch nicht fix. Hellerau ist eine Einrichtung der Landeshauptstadt. Aktuell gilt hier eine Haushaltssperre.
Während große Häuser über ein Dispositionsmodell nachdenken und sich die Frage stellen müssten, ob man jeden Tag ein anderes Stück spielen könne, gehe es in Hellerau um etwas Anderes, sagte der Kaufmännische Direktor Martin Heering: «Die Frage ist: Können wir eine Vorstellung spielen?»