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Sachsen sucht Lehrer: bislang zu wenige Bewerbungen

Ein Lehrer steht im Unterricht an der Tafel. / Foto: Marijan Murat/dpa/Symbolbild
Ein Lehrer steht im Unterricht an der Tafel. / Foto: Marijan Murat/dpa/Symbolbild

Sachsen sucht händeringend nach gut ausgebildeten Lehrern, um den Unterricht im neuen Schuljahr abzusichern. Es seien 1500 Stellen ausgeschrieben, beworben hätten sich aber bisher nur 890 grundständig ausgebildete Lehrkräfte, teilte das Kultusministerium am Montag in seinem Blog mit. Dazu kämen 33 nicht vollständig ausgebildete Bewerber, die meist kein Referendariat absolviert hätten, sowie 462 Seiteneinsteiger. Über den Mangel hatte zuerst die «Sächsische Zeitung» berichtet. Das Einstellungsverfahren läuft noch bis zum Beginn des neuen Schuljahres.

«Die Gründe für die geringe Zahl an vollständig ausgebildeten Bewerbern können vielfältig sein. In erster Linie können sich die gestiegenen Zahlen an Studienanfängern von rund 2000 im Wintersemester 2016/2017 auf 2500 im Wintersemester 2017/2018 mit Blick auf die Dauer des Lehramtsstudiums noch nicht auf den Bewerbermarkt auswirken», hieß es in dem Blog. Auch die Corona-Sonderregelungen zur Studiendauer an den Hochschulen könnten dazu geführt haben, dass sich aktuell weniger Studierende für den Vorbereitungsdienst bewerben und ihn erfolgreich abschließen.

Unter den vollständig ausgebildeten Bewerbern wollen 399 nach Leipzig und 213 nach Dresden, wie das Ministerium mitteilte. 115 Pädagogen haben sich für die Region Chemnitz beworben, 93 für den Zwickauer Raum und lediglich 70 für den ostsächsischen Raum. «Das Bewerberinteresse passt jedoch nicht zum Lehrerbedarf. Das wird besonders deutlich mit dem Blick nach Ostsachsen. Auf 70 Bewerber kommen 207 freie Stellen. Aber auch in anderen Regionen passen Bedarf und Bewerberinteresse nicht zusammen.»

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