Sachsen hat 2022 für die Ausbildung einer Schülerin oder eines Schülers an einer öffentlichen Schule rund 8600 Euro ausgegeben. Das waren rund 200 Euro mehr als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) in Wiesbaden am Mittwoch nach vorläufigen Ergebnissen mitteilte. Damit lag Sachsen unter dem bundesweiten Durchschnitt von 9500 Euro und einem Anstieg von rund 300 Euro im Vergleich zu 2021.
Bundesweit entfielen den Angaben zufolge drei Viertel der Gesamtausgaben (7200 Euro) auf die Personalkosten. «Die restlichen Mittel wurden für den laufenden Sachaufwand (1300 Euro beziehungsweise 14 Prozent) und Investitionen (900 Euro beziehungsweise 10 Prozent) bereitgestellt.»
Bei den Schularten zeigten sich teilweise deutliche Unterschiede: So beliefen sich die Pro-Kopf-Ausgaben an Grundschulen auf 8200 Euro, während es an Integrierten Gesamtschulen durchschnittlich rund 11.400 Euro pro Schülerin oder Schüler waren. An Gymnasien wurden durchschnittlich 10.500 Euro aufgewendet. Die Ausgaben an beruflichen Schulen lagen mit 6700 deutlich niedriger. Grund hierfür sei der überwiegende Teilzeitunterricht an den Berufsschulen innerhalb des dualen Ausbildungssystems.