Die Bildungsgewerkschaft GEW Sachsen hat mehr Unterstützung für Schulen und Kitas gefordert, um die Folgen der Corona-Krise abzufedern. «Bereits vor der Corona-Krise war die Situation an den Kitas und Schulen in Sachsen sehr schwierig. Den immer weiter wachsenden Herausforderungen standen zu große Gruppen und Klassen, eine angespannte personelle Lage sowie unzureichende Entlastung und Unterstützung gegenüber», sagte die GEW-Landesvorsitzende Uschi Kruse am Montag. Die Corona-Pandemie habe zusätzlich für enorme Defizite gesorgt und den Bedarf an Unterstützung vervielfacht.
Kruse zufolge ist in Sachsen «eine Offensive für Bildung» dringend erforderlich. Sie bezifferte den Umfang des notwendigen Hilfspakets auf einen dreistelligen Millionenbetrag. Nach Vorstellung der GEW soll unter anderem der Personalschlüssel in den Kitas verbessert werden, um etwa Ausfälle durch Krankheiten ausgleichen zu können. Noch mehr Handlungsbedarf sieht die Gewerkschaft an Schulen und fordert mehr Lehrer, Entlastungen für Klassenleiter durch Anrechnung einer zusätzlichen Stunde sowie eine deutliche Aufstockung der Schulpsychologen. Zu den derzeit 32 Stellen sollten 20 zusätzlich geschaffen werden, was aus Sicht der GEW allerdings immer noch nicht ausreichend wäre.