Der neue Bezirksleiter der IG Metall in Berlin, Brandenburg und Sachsen will beim Autobauer Tesla den Druck erhöhen. «Wir haben Tesla bisher eher zurückhaltend behandelt. Jetzt werden wir die Gangart verschärfen», sagte Jan Otto in Berlin. «Man kann mit mir wunderbare Deals machen. Aber wenn man die nicht machen will, dann gibt es auch mal kräftig auf die Nase.»
Otto kritisierte, dass Tesla die Beschäftigten über verschiedene Wege unter Druck setze. Die Arbeit sei stark verdichtet, die Führungskultur beinhalte Bestrafung. Zudem würden Krankschreibungen infrage gestellt und gezahltes Entgelt zurückgefordert, um Beschäftigte so letztlich zu Aufhebungsverträgen zu drängen.
Ein beliebtes Mittel des Autobauers sei es zudem, Beschäftigte in der vertraglichen Probezeit wieder zu entlassen. Die Fluktuation im Werk sei hoch. Tesla-Beschäftigte, die sich bei der IG Metall engagieren oder mit der Gewerkschaft in Kontakt treten, müssten damit rechnen, in Ungnade zu fallen oder zu Einzelgesprächen eingeladen zu werden.