Der Krieg in der Ukraine prägt Europas Sicherheitspolitik wie kaum ein anderes Ereignis der vergangenen Jahre. Seit mehr als vier Jahren hält der russische Angriffskrieg die internationale Gemeinschaft in Atem, verändert politische Prioritäten und verschärft die Debatte über Verteidigung, Abschreckung und die Zukunft der europäischen Friedensordnung. Welche Folgen ein russischer Sieg hätte, steht im Mittelpunkt eines Vortrags von Carlo Masala am Freitag, 5. Juni 2026, im Dom St. Petri in Bautzen. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr und ist Teil der Reihe „Bautzener Reden“.
Unter dem Titel „Wenn Russland gewinnt“ will der renommierte Politikwissenschaftler und Sicherheitsexperte der Frage nachgehen, welche Auswirkungen ein Erfolg Moskaus auf Deutschland, Europa und die internationale Sicherheitsarchitektur haben könnte. Gerade angesichts der anhaltenden Kämpfe in der Ukraine, der fortgesetzten Angriffe auf Städte und Infrastruktur sowie der militärischen und politischen Spannungen in Europa verspricht der Abend eine Einordnung mit hoher Aktualität. Masala gehört seit Beginn des Krieges zu den meistgefragten Stimmen in der deutschen Debatte über Sicherheitspolitik. Mit seinen Analysen ordnet er nicht nur die Lage an der Front ein, sondern auch die strategischen Konsequenzen für die NATO, die Europäische Union und die Rolle Deutschlands. Die Ukraine befindet sich trotz internationaler Unterstützung weiterhin in einem zermürbenden Abnutzungskrieg. Russland kontrolliert große Teile der besetzten Gebiete im Osten und Süden des Landes, während die ukrainische Seite mit neuen militärischen Strategien und moderner Drohnentechnik versucht, gegenzuhalten.