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Erfolgreiche Spielzeit 2025/2026 am Deutsch-Sorbischen Volkstheater Bautzen

Erfolgreiche Spielzeit 2025/2026 am Deutsch-Sorbischen Volkstheater Bautzen
Foto: Deutsch-Sorbisches Volkstheater Bautzen
Von: Uwe Tschirner
Das Deutsch-Sorbische Volkstheater Bautzen zieht für die vergangene Spielzeit eine erfreuliche Bilanz. Trotz Wasserschaden im Großen Haus blieb das Publikum dem Theater treu.

Erfolgreiche Bilanz trotz schwieriger Bedingungen

Das Deutsch-Sorbische Volkstheater Bautzen blickt auf eine erfolgreiche Spielzeit 2025/2026 zurück. Insgesamt kamen 121.987 Besucherinnen und Besucher zu 812 Veranstaltungen. Damit konnte das Haus die Zuschauerzahlen des Vorjahres erreichen – ein deutliches Zeichen für die Verbundenheit des Publikums mit dem Theater.

Die Saison verlief jedoch nicht ohne Herausforderungen. Ein Wasserschaden im Januar machte die Hauptbühne vorübergehend unbespielbar. Dank des großen Einsatzes des gesamten Ensembles, der Technik sowie schneller Reparaturen durch beteiligte Firmen und Unterstützung befreundeter Theater gelang es dennoch, den Spielbetrieb zügig wieder aufzunehmen. In diesen Tagen wird außerdem der Bühnenboden der Hauptbühne erneuert, weil der beschädigte Boden dringend ausgetauscht werden muss.

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Ein Jubiläum prägt die Spielzeit

Ein besonderer Schwerpunkt der zurückliegenden Saison war das 50-jährige Jubiläum des „großen Hauses“. Seit einem halben Jahrhundert ist das Theatergebäude in Bautzen ein Ort der Begegnung, der Auseinandersetzung und der Inspiration. Der Bau des Hauses war damals auch ein Symbol für Mut und Entschlossenheit, denn Geld und Baumaterial waren knapp. Dass das Theater dennoch entstand, zeigt die große Bedeutung, die Kunst und Kultur für die Region haben.

Intendant Lutz Hillmann dankte dem Publikum, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Unterstützerinnen und Unterstützern des Hauses. Theater sei ein Ort, an dem Menschen gemeinsam lachen, zweifeln, träumen und hoffen – und an dem lebendiger Austausch möglich werde.

Publikumserfolg mit Spuk von draußen oder Karaseks Schatz

Besonders groß war das Interesse an Spuk von draußen oder Karaseks Schatz. Die Inszenierung begeisterte 34.535 Zuschauerinnen und Zuschauer in 34 Vorstellungen. Eine weitere Aufführung musste wegen eines Brandes in der Bautzener Neustadt abgesagt werden. Trotzdem zählt das Stück zu den herausragenden Publikumserfolgen der Spielzeit.

Auf den Bühnen des Hauses waren zudem zahlreiche Premieren in deutscher, ober- und niedersorbischer Sprache zu sehen – im Schauspiel ebenso wie im Puppentheater. Gerade diese Vielfalt macht das Deutsch-Sorbische Volkstheater in der Region einzigartig.

Sorbischsprachige Produktionen und Projekte mit Kindern

Auch das sorbischsprachige Schauspiel und Puppentheater fanden viel Zuspruch. Insgesamt verzeichnete dieser Bereich 6.200 Zuschauerinnen und Zuschauer. Besonders stark nachgefragt war Won do swěta (Auf in die Welt), eine musikalisch-szenische Collage von Esther Undisz über das Fernweh der Sorben und Wenden. 1.115 Besucherinnen und Besucher sahen die Geschichte der Auswanderer.

Ebenfalls mehr als 1.000 Menschen besuchten das Puppentheater Kralowna barbow – Die Königin der Farben. Die Komödie Skazany Pryzlak – Der Partylöwe sahen 973 Besucherinnen und Besucher. Sie wird in der kommenden Spielzeit in deutscher Sprache gezeigt.

Mit insgesamt 846 Kindern führte das Theater verschiedene thematische Workshops durch. Zum ersten Mal war das Haus außerdem Teil des Unterrichts einer 9. Klasse des Sorbischen Gymnasiums Bautzen. Die Schülerinnen und Schüler beschäftigten sich im zweiwöchigen Rhythmus mit dem Thema „Domizna – Heimat“. Am 21. September soll es dazu im großen Haus eine öffentliche Präsentation geben.

Ausblick auf die Spielzeit 2026/2027

Mit neuem Bühnenboden, einem gefeierten Jubiläum und stabilen Besucherzahlen geht das Deutsch-Sorbische Volkstheater Bautzen zuversichtlich in die neue Saison. Die Spielzeit 2026/2027 beginnt am 31. August. Für den Theatersommer ist im nächsten Jahr Das Dschungelbuch geplant.

Die vergangene Saison hat gezeigt, wie belastbar und vielseitig das Haus ist – und wie stark die Verbindung zwischen Theater und Publikum in Bautzen geblieben ist.

Uwe Tschirner
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Uwe Tschirner

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