Hochrisikospiel gegen Hertha: Dresden erlässt strenge Sicherheitsverfügung
Dresden. Beim Heimspiel der SG Dynamo Dresden gegen Hertha BSC am Sonnabend, 19. September 2026, gelten rund um das Rudolf-Harbig-Stadion besonders strenge Sicherheitsvorgaben. Die Landeshauptstadt Dresden hat die Begegnung als Hochrisikospiel eingestuft und eine Allgemeinverfügung erlassen.
Die Maßnahmen fallen vor dem Hintergrund der Erfahrungen aus der vergangenen Saison besonders umfangreich aus. Damals kam es beim Spiel Dynamo Dresden gegen Hertha BSC zu unschönen Ausschreitungen. Für die Behörden ist das offenbar ein Grund, beim nächsten Aufeinandertreffen von Dynamo und Hertha auf verschärfte Vorgaben zu setzen und mögliche Gefahren bereits im Vorfeld einzudämmen.
Pyrotechnik, Vermummung und Schutzausrüstung verboten
Am Spieltag dürfen zwischen 17.30 Uhr und 24 Uhr zahlreiche Gegenstände in einem festgelegten Bereich nicht mitgeführt werden. Dazu gehört zunächst Pyrotechnik jeglicher Art. Darüber hinaus betrifft die Verfügung bestimmte Messer, Arbeits- und Protektorenhandschuhe sowie durchstichhemmende Handschuhe.
Auch verschiedene Ausrüstungsgegenstände, die bei Auseinandersetzungen als Schutz oder zur Verschleierung der Identität eingesetzt werden könnten, sind untersagt. Dazu zählen unter anderem Schutzwesten, Protektoren, Helme, Sturmhauben und Masken. Medizinische Masken bilden dabei eine Ausnahme.
Ebenfalls betroffen sind Einwegoveralls, Schlauchschals, Boxen- beziehungsweise Gebissschutz sowie eine spezielle Kapuzenjacke mit integrierter Brille.
Mit den Einschränkungen wollen die Verantwortlichen verhindern, dass Gegenstände als Hilfsmittel für Gewalt, Sachbeschädigungen oder zur Erschwerung von Identitätsfeststellungen verwendet werden.
Sperrzone rund um das Stadion
Die Regelung gilt für einen genau definierten Bereich rund um das Stadion. Er beginnt am Lennéplatz und führt über die Parkstraße bis zur Zinzendorfstraße. Von dort erstreckt sich der Bereich über die Zinzendorfstraße und die Lingnerallee bis zur Grunaer Straße.
Weiter reicht die Zone entlang der Grunaer Straße in landwärtiger Richtung bis zum Straßburger Platz. Auch die Lennéstraße zwischen Straßburger Platz und Lennéplatz ist eingeschlossen.
Damit setzt die Stadt bei der Begegnung auf ein deutlich engeres Sicherheitskonzept. Insbesondere mit Blick auf die Ereignisse der vergangenen Saison sollen mögliche Konflikte frühzeitig verhindert und Einsatzkräfte bei der Kontrolle verdächtiger Gegenstände unterstützt werden.
Für Zuschauer bedeutet das: Wer am 19. September zum Spiel kommt, sollte bereits bei der Anreise darauf achten, keine der verbotenen Gegenstände im ausgewiesenen Bereich mitzuführen.