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Einspruch gegen DFB-Urteil: Dynamo Dresden hofft auf vollen K-Block gegen Darmstadt

Blick durch ein Fangnetz auf das beleuchtete Fußballstadion von Dynamo Dresden bei Nacht. Im Vordergrund hält ein Fan einen schwarz-gelben Schal nach oben, im Hintergrund ist die gefüllte Fankurve mit geschwenkten Fahnen und Banner zu sehen.
Kampf um die Fankurve: Dynamo Dresden legt Klage gegen die DFB-Strafe ein, um die Sperrung der K-Blöcke abzuwenden. Bereits am Dienstag entscheidet das Schiedsgericht, ob die Fan-Heimat beim Heimspiel gegen Darmstadt geöffnet bleiben darf. Archivfoto: CdH
Von: Cornelius de Haas
Tausende Dynamo-Anhänger wissen derzeit nicht, ob sie ihr Team am kommenden Wochenende von ihrem Stammplatz aus anfeuern dürfen. Der Verein wehrt sich mit einer Klage - und eine erste, entscheidende Weiche wird bereits an diesem Dienstag gestellt.

Dresden. Die SG Dynamo Dresden gibt im Streit um die gesperrten K-Blöcke nicht auf. Am Montag, dem 10. August 2026, reichte der Verein fristgerecht Klage gegen das Urteil des DFB-Bundesgerichts beim Ständigen Schiedsgericht ein. Damit geht das juristische Tauziehen in eine weitere Runde - und für die Fans wird es an einem ganz konkreten Punkt spannend.

Denn im ersten Schritt geht es Dynamo nicht sofort um die große Grundsatzfrage, sondern um Zeit. Der Verein beantragt, die Vollstreckung der Strafe bis zum Abschluss des Schiedsverfahrens auszusetzen. „Wir haben uns bewusst die Zeit nach der Urteilsverkündung genommen, um die weiteren Schritte sinnvoll abzuwägen", erklärt SGD-Geschäftsführer Stephan Zimmermann. Ziel sei es, das Urteil des DFB-Bundesgerichts und die eigenen Rechte ordnungsgemäß vor dem Schiedsgericht überprüfen zu lassen.

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Entscheidung schon am Dienstag – und was das für die Tickets heißt

Klarheit dürfte es schnell geben: Bereits an diesem Dienstag, dem 11. August 2026, soll darüber entschieden werden, ob die vom DFB-Bundesgericht bestätigte Strafe vorerst ausgesetzt wird. Erst danach steht fest, was mit den bereits verkauften Tickets für die Blöcke K1 bis K5 passiert. Der Verein hat angekündigt, im Anschluss darüber zu informieren, ob diese Karten für das Heimspiel gegen den SV Darmstadt 98 gültig bleiben - oder ob es notfalls Rückgabemöglichkeiten gibt.

Es geht also um das Herzstück der Dynamo-Kurve. Fällt die Entscheidung gegen den Verein, müssten die K-Blöcke - die Heimat eines Großteils der treuesten Anhänger - beim Heimspiel leer bleiben.

Worum es in dem Fall geht

Hintergrund ist eine Strafe, die den Verein hart trifft. Das DFB-Bundesgericht hatte am 7. August die Berufung Dynamos gegen das Urteil des DFB-Sportgerichts vom 5. Juni zurückgewiesen - es bleibt damit bei den ursprünglichen Strafen. Verhängt wurden eine Geldstrafe von 91.200 Euro sowie ein teilweiser Zuschauerausschluss für zwei Heimspiele; bis zu 30.400 Euro davon darf der Verein in eigene Sicherheits- und Präventionsmaßnahmen stecken.

Konkret bedeutet das: Für das nächste Heimspiel müssen die K-Blöcke K1 bis K5 geschlossen bleiben, für ein weiteres Spiel wurde der Teilausschluss bis zum 30. Juni 2027 zur Bewährung ausgesetzt. Nach der Bestätigung durch das Bundesgericht greift die Blocksperrung damit ausgerechnet beim Heimspiel am 16. August gegen Darmstadt 98.

Auslöser war ein schwerwiegender Vorfall im Frühjahr. Beim Zweitliga-Spiel gegen Hertha BSC am 4. April 2026 wurden im Dresdner Block 27 pyrotechnische Gegenstände gezündet. Nach heftigen Auseinandersetzungen überstiegen mindestens 77 Anhänger die Absperrung, rannten über das Spielfeld in Richtung Gästeblock und feuerten dabei gezielt Bengalos und Raketen ab. Die Partie musste 19 Minuten unterbrochen werden, mindestens 17 Menschen wurden verletzt. Neben der Sperre wurde dem Verein - gemeinsam mit Hertha BSC - zudem ein umfangreiches Sicherheitskonzept auferlegt.

Ob die Fans in K1 bis K5 am Sonntag also dabei sein können, entscheidet sich nun in den kommenden 24 Stunden.

Cornelius de Haas
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Cornelius de Haas

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