Ein Parkhaus, das Strom erzeugt. Eine Lärmschutzwand, die Sonnenenergie liefert. Was heute noch ungewöhnlich klingt, steht im Mittelpunkt eines Forschungsprojekts an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (HTW Dresden). Die Nachwuchsforschungsgruppe MUBARES untersucht, wie Bauwerke künftig mehr können als ihre eigentliche Aufgabe zu erfüllen – und erneuerbare Energie liefern.
Damit könnten sie Teil einer dezentralen Energieversorgung werden. Dabei geht es nicht nur um Strom, sondern auch um Fragen der Klimaresilienz, Wirtschaftlichkeit und der intelligenten Einbindung erneuerbarer Energien in bestehende Systeme.
"Wir wollen Bauwerke nicht mehr nur als passive Infrastruktur betrachten, sondern als aktive Bestandteile zukünftiger Energiesysteme", sagt Gruppenleiterin Carolin Fischer. Bestehende Gebäude und Infrastrukturen böten großes Potenzial, erneuerbare Energien effizient in städtische Räume zu integrieren.