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Elektroflugzeuge: TU Chemnitz entwickelt Technik für Bordnetze

Damit Elektroflugzeuge effizient fliegen können, müssen Energieverluste im Bordnetz möglichst gering sein. Das Projekt Cab-E-Net entwickelt dafür neue Technologien.
Elektroflugzeuge sind eine große Hoffnung für den Flugverkehr. Doch bis dahin gibt es noch Hürden. © pixabay/StockSnap
Von: Wissensland
Elektroflugzeuge brauchen mehr als neue Antriebe. Forschende der TU Chemnitz arbeiten an einer effizienteren Stromversorgung, die das Fliegen der Zukunft ermöglichen soll.

Elektrisch fliegen gilt als eine der großen Hoffnungen für eine klimafreundlichere Luftfahrt. Doch für Elektroflugzeuge braucht es nicht nur neue Antriebe. Auch die Stromversorgung an Bord muss völlig neu gedacht werden. Genau daran arbeitet ein Forschungsprojekt mit Beteiligung der Technischen Universität Chemnitz.

Die Professur Leistungselektronik der TU Chemnitz ist Teil des Verbundprojekts Cab-E-Net. Ziel ist die Entwicklung neuer leistungselektronischer Wandler und Komponenten für die Energieversorgung in hybrid- und vollelektrischen Flugzeugen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie fördert das Vorhaben über drei Jahre mit rund 4,5 Millionen Euro. Auf die TU Chemnitz entfallen davon etwa 390.000 Euro.

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Strom als entscheidender Faktor

Leistungselektronik klingt erst einmal kompliziert, begegnet uns aber überall dort, wo elektrische Energie umgewandelt oder gesteuert wird. In Elektroflugzeugen übernimmt sie eine Schlüsselrolle. Die Energie aus Batterien oder anderen Stromquellen muss zuverlässig und möglichst verlustarm zu den verschiedenen Systemen an Bord gelangen.

Mit dem Übergang zu hybrid- und vollelektrischen Flugzeugen steigen die Anforderungen an diese elektrischen Bordnetze erheblich. Schon kleine Energieverluste können die Reichweite verringern. Deshalb arbeiten die Forschenden an Lösungen, die besonders effizient und zuverlässig sind.

Ziel ist es, den Wirkungsgrad der Systeme zu verbessern. Das bedeutet, dass möglichst wenig Energie auf dem Weg durch das Bordnetz verloren geht.

Forschung und Industrie entwickeln gemeinsam

Koordiniert wird das Projekt von Liebherr Electronics and Drives in Lindau. Weitere Partner sind Infineon Technologies, Sumida Components & Modules sowie die Fraunhofer-Institute IISB in Erlangen und ISE in Freiburg. Durch die enge Zusammenarbeit von Wissenschaft und Industrie sollen die Forschungsergebnisse schnell in praktische Anwendungen überführt werden.

Prof. Dr. Thomas Basler, Leiter der Professur Leistungselektronik an der TU Chemnitz, betont die Bedeutung der Arbeiten. "Mit ihrer Expertise auf dem Gebiet der Leistungselektronik leisten die Forschenden an der TU Chemnitz einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung zukunftsweisender Technologien für die klimafreundliche Luftfahrt von morgen."

Das Projekt ist Teil des Luftfahrtforschungsprogramms LuFo Klima VII-1. Die entwickelten Technologien sollen dazu beitragen, die Elektrifizierung der Luftfahrt voranzubringen und die Grundlage für nachhaltigere Flugzeugkonzepte zu schaffen.

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