Elektrisch fliegen gilt als eine der großen Hoffnungen für eine klimafreundlichere Luftfahrt. Doch für Elektroflugzeuge braucht es nicht nur neue Antriebe. Auch die Stromversorgung an Bord muss völlig neu gedacht werden. Genau daran arbeitet ein Forschungsprojekt mit Beteiligung der Technischen Universität Chemnitz.
Die Professur Leistungselektronik der TU Chemnitz ist Teil des Verbundprojekts Cab-E-Net. Ziel ist die Entwicklung neuer leistungselektronischer Wandler und Komponenten für die Energieversorgung in hybrid- und vollelektrischen Flugzeugen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie fördert das Vorhaben über drei Jahre mit rund 4,5 Millionen Euro. Auf die TU Chemnitz entfallen davon etwa 390.000 Euro.
Forschung und Industrie entwickeln gemeinsam
Koordiniert wird das Projekt von Liebherr Electronics and Drives in Lindau. Weitere Partner sind Infineon Technologies, Sumida Components & Modules sowie die Fraunhofer-Institute IISB in Erlangen und ISE in Freiburg. Durch die enge Zusammenarbeit von Wissenschaft und Industrie sollen die Forschungsergebnisse schnell in praktische Anwendungen überführt werden.
Prof. Dr. Thomas Basler, Leiter der Professur Leistungselektronik an der TU Chemnitz, betont die Bedeutung der Arbeiten. "Mit ihrer Expertise auf dem Gebiet der Leistungselektronik leisten die Forschenden an der TU Chemnitz einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung zukunftsweisender Technologien für die klimafreundliche Luftfahrt von morgen."
Das Projekt ist Teil des Luftfahrtforschungsprogramms LuFo Klima VII-1. Die entwickelten Technologien sollen dazu beitragen, die Elektrifizierung der Luftfahrt voranzubringen und die Grundlage für nachhaltigere Flugzeugkonzepte zu schaffen.