Die Wirtschaftsförderung Sachsen (WFS) hat 2023 als erfolgreiches Jahr verbucht. Mit 16 Ansiedlungen und Erweiterungen seien Investitionen in Höhe von etwa 10 Milliarden Euro und rund 2680 Jobs verknüpft, gab die WFS am Montag in Dresden bekannt. «Die objektive Lage in Sachsen ist weitaus besser als die gefühlte Stimmung im Land», sagte Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD), zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der WFS. Man habe eine Beschäftigung auf Rekordniveau mit 300.000 Arbeitsplätzen mehr als vor 15 Jahren. «Außerdem sprechen wir von über 30 Milliarden Euro, die in den nächsten Jahren über das normale Maß hinaus in die Wirtschaft und wirtschaftsnahe Infrastruktur investiert werden, wenn man allein die größeren Investitionen von Unternehmen, Bund und Freistaat zusammenrechnet.»
Dulig zufolge kommt es nun darauf an, dass auch kleine und mittelständische Unternehmen von den Großansiedlungen profitieren. Der Bau einer Fertigungsstätte des taiwanesischen Halbleiterkonzerns TSMC bedeute eine neue Ära bei den Ansiedlungen. Damit werde Sachsen zum fünftgrößten Halbleiterstandort weltweit. Das Dresdner Werk, das TSMC gemeinsam mit Bosch, Infineon und NXP bauen möchte, soll mehr als zehn Milliarden Euro kosten und 2027 seine Produktion aufnehmen. Der Bund will das Vorhaben mit fünf Milliarden Euro unterstützen. Nach den Worten von WFS-Geschäftsführer Thomas Horn ist es die bisher größte Einzelinvestition in Sachsen überhaupt. Man wolle die internationale Strahlkraft des Vorhabens nutzen, um die Wahrnehmung Sachsens als attraktiver Investitionsstandort zu verstetigen.