Personalmangel erschwert vielerorts die nach der Zwangspause 2020 mit viel Energie betriebene Vorbereitung von Weihnachtsmärkten in Sachsen. «Das ist ein massives Problem», sagte der Dresdner Veranstalter Holger Zastrow. Die ganze Gastronomie- und Eventbranche leide darunter, die Corona-Pandemie habe das Defizit vergrößert. Es fehle zudem auch an Saisonkräften, geringfügig Beschäftigten und Studenten. Auch Zastrow, der den Augustusmarkt in der Elbestadt verantwortet, haben schon Händler abgesagt, darunter eigentlich unentbehrliche Pulsnitzer Pfefferküchler.
«Das größte Problem in diesem Jahr sind der Personalmangel und die Unsicherheit wegen Corona», berichtete Geschäftsführer Frederic Günther vom Verband Erzgebirgischer Kunsthandwerker und Spielzeughersteller. Er schätzt, dass rund 20 Prozent der Händler passen müssen, weil Leute für die Stände fehlen. Die Mitarbeiter in der Produktion stünden diesmal nicht in dem Maße wie sonst zur Verfügung, weil die Nachfrage nach den Produkten gestiegen ist, vor allem auch online. Dafür sei der Umsatz durch Touristen, die Erzgebirgisches als Souvenir mitnähmen, weggebrochen.