Sachsens Teichwirte rechnen angesichts der anhaltenden Trockenheit zu Beginn der Karpfensaison mit weniger Ertrag. Habe die negative Entwicklung in den vergangenen beiden Jahren noch durch gute Erträge in Teichen mit gesicherter Wasserversorgung ausgeglichen werden können, sei die Bewirtschaftung in diesem Jahr vielerorts schwierig gewesen, sagte Andreas Stummer, Geschäftsführer des Landesfischereiverbandes, der Deutschen Presse-Agentur. Vor allem sogenannte Himmelsteiche, die ausschließlich von Niederschlag gespeist werden, sind betroffen. Im Herbst lassen die Fischwirte ihre Teiche ab und fahren die Ernte ein.
In den vergangenen Jahren gab es rund 1700 Tonnen Karpfen aus heimischen Teichen. In diesem Jahr, so die Befürchtung, könnten es deutlich weniger sein. Eröffnet wird die Saison offiziell am Samstag in Königswartha - wegen der Corona-Pandemie aber ohne Publikum. Auf die Qualität der Fische habe der Wassermangel aber keinen Einfluss, betonte Stummer. «Es ist davon auszugehen, dass die Karpfen ähnlich gut gewachsen sind wie in den letzten Jahren.»