Sachsens Unternehmen blicken weiterhin überwiegend pessimistisch auf die Konjunktur. Das geht aus einer gemeinsamen Umfrage der sächsischen Industrie- und Handelskammern zum Jahresbeginn hervor, die in Dresden vorgestellt wurde. Demnach erwartet fast jedes vierte der befragten Unternehmen einen Stellenabbau (24 Prozent). Zusätzliche Stellen schaffen wollen zwölf Prozent der Unternehmen.
Besonders betroffen von der aktuellen Krisenstimmung sind den IHK-Spitzen zufolge der Automotive-Sektor, der Maschinenbau sowie die Chemieindustrie in Sachsen. Die Hoffnung auf den von der Bundesregierung angekündigten «Herbst der Reformen» sei bei den meisten Unternehmen mittlerweile überwiegend der Enttäuschung gewichen. Die IHK fordern geringere Arbeitskosten, weniger Bürokratie und einfachere Antrags- und Vergabeverfahren sowie mehr Investitionsanreize für die Wirtschaft.
Arbeitskosten sind meistgenannter Risikofaktor
An der Befragung beteiligten sich 1.760 Unternehmen aus Industrie, Bau, Handel, dem Dienstleistungs- und Verkehrssektor sowie aus dem Gast- und Tourismusgewerbe mit insgesamt fast 82000 Beschäftigten. Nur 14 Prozent der Firmen rechnen künftig mit besseren Geschäften, 26 Prozent mit schlechteren.