Für Infineons Chipfabrikerweiterung im Dresdner Norden geht es in die finale Bauphase. Nach fast 90 gestellten Anträgen, dem Aushub von einer 180 olympischen Schwimmbecken großen Baugrube und der Umsiedlung von auf dem Baugelände ansässigen Zauneidechsen kann nun die Gebäudeerrichtung für die neue «Smart Power Fab» beginnen.
Die letzte dafür nötige Baugenehmigung übergab Ministerpräsident Michael Kretschmer am Donnerstag. Er beglückwünschte das Unternehmen. «Das Ziel in Europa ist, dass wir stärker an diesem großen Wachstumsmarkt der Mikroelektronik profitieren können, dass wir nicht nur einkaufen aus anderen Regionen der Welt, sondern dass hier die Wertschöpfung stattfindet, hier die Mitarbeiter beschäftigt werden, hier die Innovationen stattfinden», sagte Kretschmer. Um das europäische Ziel von einem Anteil von 20 Prozent am Weltmarkt zu erreichen, brauche es Fabriken wie die in Dresden.
Es sei kein Zufall, dass Infineon die Investition in Sachsen getätigt habe, sagte Rutger Wijburg, Vorstandsmitglied von Infineon. «Sachsen - oder Silicon Saxony - ist das Herz der europäischen Halbleiterindustrie.» Die Sachsen seien Macher, auch wenn sie manchmal meckerten. Mit dem Bau und der Schaffung von 1000 neuen Arbeitsplätzen investiere Infineon in eine langfristige Zukunft in Dresden. Bei der Gewinnung von Fachkräften sieht Wijburg sein Unternehmen auf einem guten Weg: «Ich glaube, wir machen alles richtig.» Sachsen sei schön, Infineon ein attraktiver Arbeitgeber. Er sei daher überzeugt, dass man Fachkräfte aus Europa und der Region finde.