Nach der Apfelsorte Elstar folgt in der kommenden Woche die Gala-Vorstellung der sächsischen Obstbauern. Denn bei Elstar und Gala - den beiden Hauptsorten im Freistaat - läuft die Ernte nun auf Hochtouren. Udo Jentzsch, Geschäftsführer des Landesverbandes Sächsisches Obst, ist optimistisch. «Wir rechnen in diesem Jahr mit guten Qualitäten. Die Nässe hat den Äpfeln auf keinen Fall geschadet, der Regen hat eher geholfen», sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Auch mit den Fruchtgrößen könne man zufrieden sein.
Zu Beginn der Apfelernte hatte der Obstbau-Verband mit rund 52.000 Tonnen gerechnet. Nun hofft Jentzsch, dass es doch etwas mehr werden. Dennoch wird die kleinste Ernte der letzten 25 Jahren prognostiziert. Laut Jentzsch hängt das vor allem mit dem Frühjahrsfrost Anfang April sowie ungünstigem Blühwetter zusammen. Damals hätten die Bäume noch nicht geblüht und Knospen seien erfroren. Auch der Behang an den Bäumen im Vorjahr spiele eine Rolle. Vor allem bei den Sorten Jonagold und Pinova hätten die Bäume 2022 viele Früchte getragen. Damit falle der Ertrag auf Grund von Alternanz - der Schwankung des Fruchtertrages im Zweijahresrhythmus - dieses Mal geringer aus.