Ein 300 Meter hoher Windmessmast ist am Donnerstag in Schipkau (Landkreis Oberspreewald-Lausitz) feierlich eingeweiht worden. Für zwölf Monate wird der Windmessmast neben Windgeschwindigkeit, Luftdruck, Temperatur und Niederschlagsmengen auch das Verhalten von Fledermäusen erfassen, wie es in einer Mitteilung der Gicon-Gruppe hieß, die der Bauherr des Projektes ist. Den Angaben zufolge ist es der höchste Windmessmast der Welt.
An der Inbetriebnahme nahmen laut Mitteilung mehr als 100 Gäste aus Wirtschaft und Politik teil. Der Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Michael Kellner (Grüne), richtete ein Grußwort an die Gäste: «Mit der Forschung zu Höhenwindanlagen können wir zukünftig Windparks effizienter, mit höherer Auslastung bei gleichzeitiger geringerer Flächennutzung realisieren.»
Nach den Worten von Gicon-Gründer Jochen Großmann wird mit dem Mast der Grundstein für die Entwicklung von Höhenwindrädern gelegt, die mit Nabenhöhen von 300 Metern die deutlich besseren Windverhältnisse in diesen Höhen nutzen könnten. Die Höhenwindräder könnten bestehende Windparks in den kommenden Jahren mit einer zweiten Etage ergänzen.