In Deutschland sind im Sommer 2026 nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) bereits rund 9.800 Menschen an den Folgen von Hitze gestorben. Das geht aus dem aktuellen Wochenbericht zur hitzebedingten Mortalität hervor, den das Institut am 30. Juli 2026 für die Kalenderwoche 29 (13. bis 19. Juli) veröffentlicht hat. Damit seien in diesem Sommer bereits mehr Hitzetote geschätzt worden als in jedem einzelnen kompletten Jahr seit Beginn der Auswertung 2016. Besonders betroffen seien Menschen ab 75 Jahren.
Der größte Teil der Todesfälle gehe auf die extreme Hitze in der zweiten Junihälfte zurück, als vielerorts Temperaturen um 40 Grad gemessen wurden. Auf diese Phase entfielen nach RKI-Angaben mehr als 5.000 der geschätzten Sterbefälle. Auch die aktuelle Berichtswoche sei mit einer bundesweiten Wochenmitteltemperatur von 20,9 Grad überdurchschnittlich warm gewesen und habe damit über der kritischen Schwelle gelegen. Die Zahl beruhe auf einer statistischen Schätzung, weil Hitze auf dem Totenschein nur selten als eigentliche Todesursache eingetragen werde.