Die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) haben auf einem Pressegespräch am 15. Januar 2024 die Konsequenzen einer möglichen Reduzierung des öffentlichen Nahverkehrs (ÖPNV) um etwa 10 Prozent konkretisiert. Die Einsparungen sind nötig, um den Wirtschaftsplan für 2025 auszugleichen, nachdem Fördermittel in Höhe von rund 18 Millionen Euro von Bund und Land ausbleiben. Noch steht die Entscheidung des Stadtrats über die Maßnahmen aus, doch die Vorschläge verdeutlichen, wie weitreichend die Einschnitte wären.
Linien 81/478: Taktreduktion in der Hauptverkehrszeit von 20 Minuten auf 30 Minuten.
Linie 90: Taktreduktion von 20 Minuten auf 30 Minuten.
Linie 62: Reduktion auf einen 7,5-Minuten-Takt; zwischen Plauen und Dölzschen auf 30 Minuten.
Linie 6: Taktreduktion zwischen Laubegast und Niedersedlitz von 10 Minuten auf 20 Minuten.
Linie 13: Endet tagsüber in Mickten statt Kaditz.

Liniennetzplan der DVB mit reduziertem Angebot / Bild: DVB
Hintergrund: Kostenexplosion im ÖPNV
Die geplanten Maßnahmen sind eine Reaktion auf die fehlende Finanzierung durch Bund und Länder sowie die gestiegenen Energie- und Kraftstoffkosten. Zudem belastet die allgemeine Inflation die Kostenentwicklung im ÖPNV zusätzlich. Auch die unzureichende Finanzierung des Deutschlandtickets wird als Faktor für die finanzielle Schieflage genannt.
Die Stadt Dresden hat zwar ihren finanziellen Beitrag erhöht, doch ob dies ausreicht, bleibt unklar. Die Entscheidung über die endgültige Umsetzung der Kürzungen wird im Rahmen der Haushaltsberatungen im Stadtrat getroffen.