Zehn Tote, vier davon unter 30: Sachsens erschreckende Badeunfall-Bilanz
Zehn Menschen sind im vergangenen Jahr in Sachsen bei Badeunfällen gestorben. Das sind sechs weniger als 2024 – eigentlich eine gute Nachricht. Doch eine Zahl gibt zu denken: Vier der Todesopfer waren jünger als 30 Jahre. Im Vorjahr hatte es in dieser Altersgruppe keinen einzigen Todesfall gegeben. Sieben der zehn Ertrunkenen waren männlich. Überraschend: Nicht im Hochsommer starben die meisten Menschen. Schon im März (3 Tote) und April (2 Tote) ereigneten sich die meisten Unfälle – also zu einer Zeit, in der viele die Wassertemperaturen unterschätzen. Im Juli und August gab es jeweils nur einen Todesfall. Die gefährlichsten Orte waren offene Gewässer: Drei Menschen ertranken in Seen, jeweils zwei in Flüssen und Teichen. Auch bundesweit ging die Zahl der Badetoten zurück – um 18 auf insgesamt 393 Fälle. Die meisten Unfälle ereigneten sich im Juni. An einem einzigen Wochenende in diesem Monat kamen 15 Menschen beim Baden ums Leben. DLRG-Präsidentin Ute Vogt warnt: Schönes Wetter bedeutet mehr Risiko. Hitze und Sonne locken mehr Menschen ans Wasser – und die Unfallzahlen steigen dann sprunghaft. „Wäre es in der Hauptferienzeit weiterhin so sonnig und heiß geblieben, hätten wir wohl erneut einen Anstieg der Opferzahl vermelden müssen", so Vogt. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehaltenWann und wo passierten die meisten Unfälle?
Deutschlandweit: 393 Badetote – und ein schwarzes Wochenende