Dichte Rauchwolken nahe des sächsischen Kurortes Oybin, meterhoch schlagen die Flammen aus dem trockenen Wald: In dem bekannten Ferienort im Landkreis Görlitz ist am Freitagmorgen ein Waldbrand ausgebrochen. Erst am späten Nachmittag haben die mehr als 100 Einsatzkräfte den Brandherd gelöscht. Die Einsatzkräfte kamen zunächst durch das steile Gelände nicht an den Brandherd und mussten deswegen auf einen Löschhubschrauber warten.
Das Feuer war gegen 10.00 Uhr an einem Bahnübergang nahe des Bahnhofes gemeldet worden. «Der Wind hat die Flammen dann schnell weitergetragen und das trockene Nadelholz brennt wie Zunder», erläuterte Kreisbrandmeister Björn Mierisch. Schnell sei klar geworden, dass es sich um einen schwierigen und äußerst gefährlichen Einsatz handelt.
Das Gelände sei ähnlich unwegsam und felsig wie in Bad Schandau im Nationalpark Sächsische Schweiz, erklärte der Kreisbrandmeister. Dort sind wegen eines Großbrandes seit fast zwei Wochen Hunderte Einsatzkräfte im Dienst. Und so bringen erfahrene Bergsteiger Pumpen und Schläuche in das Waldbrandgebiet um Oybin, um eine Wasserversorgung aufzubauen. Stundenlang können die Einsatzkräfte in Oybin lediglich versuchen, das Feuer von den Seiten in Schach zu halten.