Nach Unwetter in Rathen: Basteiweg wieder geöffnet
Eine Woche nach dem verheerenden Unwetter in der Sächsischen Schweiz mit einem Toten ist der Basteiweg wieder geöffnet. «Wir wollen positiv nach vorn schauen», sagte Tourismusministerin Barbara Klepsch (CDU) bei der Eröffnung in Rathen. In der Sächsischen Schweiz gebe es 1.000 Kilometer Wanderwege, 98 Prozent davon seien trotz der noch geltenden Sperrungen nach dem Unwetter bestens zu bewandern. Das Interesse bei den Besuchern war groß: Vor der offiziellen Wiedereröffnung hatte sich am Zugang zum Basteiweg eine Schlange gebildet. Sobald der Zaun geöffnet war, machten sich Dutzende Ausflügler auf den Weg zu der beeindruckenden Felsformation. Der Kurort Rathen - die heimliche «Hauptstadt» der Sächsischen Schweiz - war am Freitagabend der vergangenen Woche von einem kurzen und sehr heftigen Unwetter mit Gewitter, Sturm und Starkregen betroffen. Ein Mensch kam ums Leben, drei weitere wurden verletzt. Das Gebäude der «Wanderrast» und die knapp 30 Ruderboote wurden bei dem Unwetter von umstürzenden Bäumen getroffen und verwüstet. Der Staatsbetrieb Sachsenforst arbeitet an der Beseitigung der Sturmschäden. Vorrang hatte dabei zunächst die Sicherung von Gebäuden, öffentlicher Infrastruktur und wichtigen Zugängen. Zu den ersten Einsatzorten gehörten die Felsenbühne Rathen, die zerstörte Wanderrast am Amselsee und die Waltersdorfer Mühle. Mit dem Basteiweg, der von Rathen zur Bastei führt, ist nun einer der wichtigsten Wanderwege wieder freigegeben. Große Teile des Schadensgebiets bleiben zunächst gesperrt, unter anderem die Wanderwege Schwedenlöcher, Amselgrund. Den Einsatzkräften von freiwilliger Feuerwehr, Bergwacht und dem Deutschen Roten Kreuz sprach Klepsch ihren allerhöchsten Respekt für ihr Engagement aus. Sachsenforst und der Nationalparkverwaltung dankte die Ministerin für die Aufräumarbeiten. «Hier wurden Kräfte zusammengezogen. Wir haben einen Technikstützpunkt in Königstein, der mitgeholfen hat, aber auch viele Waldarbeiter konnten hier konzentriert werden, um jetzt hier die Wege freizuräumen», ergänzte Umweltminister Georg-Ludwig von Breitenbuch (CDU). Man habe damit ein Zeichen der Hilfsbereitschaft für die Region gesetzt. «Wir bringen das wieder in Ordnung, es bleibt schön hier», sagte von Breitenbuch. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehaltenSchäden nach Unwetter am Freitagabend
Einer der wichtigsten Wege wieder frei