Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) hat mit Verweis auf die Hochwasserkatastrophe 2002 an der Elbe und die Flut im Ahrtal 2021 zum verantwortungsvollen Umgang mit der Natur aufgefordert. «Die Flut vor 20 Jahren mahnt uns, dass wir die Natur nicht beherrschen können», sagte er am Dienstag zum Jahrestag (12. August) in Dresden. «Wir können uns ihr nur anpassen.» So müssten Brücken, Bahnstrecken und Straßen so konstruiert werden, dass sie solchen Ereignissen standhalten, aber auch Elb-Auen und damit Überflutungsflächen geschützt und erhalten werden.
Umwelt-Staatssekretär Gerd Lippold (Grüne) informierte sich am Dienstag über den Hochwasserschutz an der Mulde in Grimma (Landkreis Leipzig), das 2002 zu den am stärksten geschädigten Orten in Sachsen gehörte. Die Bilder aus dieser Stadt hätten «eindrücklich» klargemacht, dass etwas gegen die Ursachen dieser Extremwetter und zugleich zum Schutz vor solchen Katastrophen getan werden müsse, sagte er. Der Jahrestag sei ein guter Anlass, sich daran zu erinnern und aktiv zu handeln. So brauche es auch ein Wassermanagement für Trockenzeiten.