Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist in Sachsen auf dem Rückzug. Nach Einschätzung von Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) hat man die Tierseuche im Griff. Seit August 2024 habe es lediglich einen Nachweis bei einem Frischling im Landkreis Bautzen gegeben, sagte die Ministerin nach der Kabinettssitzung in Dresden. Von insgesamt 2.398 ASP-Fällen seien nur 55 «aktiv» - das heißt, ihre Feststellung liegt weniger als ein Jahr zurück. Hausschweine seien bislang von dem Virus nicht betroffen.
Schweinepest kostete Sachsen bisher fast 55 Millionen Euro
Köpping zufolge gab Sachsen für die Bekämpfung der Schweinepest bisher 54,8 Millionen Euro aus. Der Bund habe nur in einem geringen Umfang unterstützt. Die Bundesländer sollten auch bei Seuchen eine Solidargemeinschaft bilden, warb die Ministerin. Der Großteil der Mittel sei für die rund 850 Kilometer Metallzaun ausgegeben worden. Rund 400 Kilometer Zaun konnten vor allem im Landkreis Meißen wieder zurückgebaut werden, hieß es. Einen Teil haben man verkaufen können.
Dank an die Jägerschaft im Freistaat
Köpping dankte der Jägerschaft, die den Bestand an Wildschweinen reduzierte und bei der Suche nach toten Tieren half. Ein entsprechendes Jagdprojekt wurde mit 2,8 Millionen Euro unterstützt. Bei der Suche nach verendeten Tieren kamen auch Hunde und Drohnen zum Einsatz. Gut 1.800 der 2.398 infizierten Wildschweine konnten so festgestellt werden. Die Landesuntersuchungsanstalt Sachsen untersuchte seit Oktober 2020 - dem ersten ASP-Fall in Sachsen - knapp 200.000 Proben, darunter knapp 90.000 von Hausschweinen.
«Die Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest hat viele Härten und zusätzlichen Aufwand für Tierhalter, Landwirte und Jäger mit sich gebracht», sagte Wilhelm Bernstein, Vizepräsident des Landesjagdverbands Sachsen. Man habe die Seuche eingedämmt, aber noch nicht besiegt. Die Wildschweine seien massiv bejagt worden und auch die ASP habe die Bestände reduziert. Dennoch würden sie angesichts milder Winter und reichlich Futter wieder wachsen.