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Tourismusministerin Barbara Klepsch: Wir sehen in Sachsen noch Potential in Sachen Kulinarik!

Briefmarke
Kulturministerin Barbara Klepsch, Marketing- und Vertriebsleiter Michael Thomas und als Lichthalter für den Kollegen EM der Wackerbarth Pressesprecher Martin Junge (Bild: Ulrich van Stipriaan)
Von: Ulrich van Stipriaan
Eine Sonderbriefmarke würdigt 190 Jahre Sekttradition auf Schloss Wackerbarth. Kulturministerin Barbara Klepsch präsentierte sie in Radebeul und lobte Sachsens Weintourismus.

Es geht eigentlich nur um eine Kleinigkeit, nix Großes: eine Briefmarke. Eine Briefmarke, liebe digital natives, „ist die Bestätigung eines postalischen Beförderungsunternehmens über die Zahlung des aufgedruckten Betrages“ (schreibt die Wikipedia). Die gibt es immer noch, auch wenn immer weniger Menschen Briefe (oder Postkarten) zur Kommunikation nutzen: 9,4 Milliarden wurden wurden 2025 befördert (vor 20 Jahren waren es noch rund 16 Milliarden Briefsendungen), davon die meisten Werbung – und da ist dann sicher keine Briefmarke drauf, sondern eine „Daten-Verarbeitung-Freimachung“. Sachen gibt’s… Wenn nun also auf Schloss Wackerbarth eine Briefmarke von der Sächsischen Staatsministerin für Kultur und Tourismus Barbara Klepsch vorgestellt wurde, dann ist das schon was ganz Besonderes. Stammleserinnen und -leser ahnen es, weil schon drüber geschrieben wurde: die Wackerbarths feiern ein Jubiläum! Nicht besonders rund, aber ein bissl schon: 190 Jahre Sekttradition in Sachsen. Die Briefmarke ist limitiert, in Anlehnung an das Gründungsjahr gibt es 1836 Stück, Nennwert 95 Cent – das reicht für eine Postkarte oder einen Standardbrief.

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Barbara Klepsch hatte sich Zeit genommen und nicht nur mal eben schnell mit der fotogen übergroßen Briefmarke zusammen mit dem Vertriebs- & Marketingleiter von Schloss Wackerbarth, Michael Thomas posiert – das natürlich auch, die Presse mag das. Aber die Ministerin hat natürlich mehr in petto – Pflicht und Kür. Der Pflichtteil besteht aus beeindruckenden Zahlen. Rund 3,1 Mio. Übernachtungs- und Tagesbesucher kommen als Weintouristen nach Sachsen – und sie lassen mehr Geld hier als die anderen, genau 11 Prozent (bei Übernachtungsgästen) bzw. 55 Prozent (bei Tagesgästen) über dem Durchschnitt aller Reisenden. Dabei geben die Weintouristen während ihres Aufenthalts in der sächsischen Weinregion knapp 300 Mio. € aus.

„Im Sinne unserer Initiative „So schmeckt Sachsen“ ist für uns das Thema Kulinarik von großer Bedeutung“, sagte die Ministerin, „da es Kultur- und Naturtourismus ideal verbindet.“ Aber da ginge noch mehr, meinte Barbara Klepsch, „wir sehen in Sachsen noch viel Potenzial!“ Schloss Wackerbarth sei da als Erlebnisweingut eines der Aushängeschilder. „Seine Bedeutung reicht weit über den Freistaat hinaus – nicht nur mit den Produkten, sondern auch mit vielfältigen Erlebnisangeboten.“ Schloss Wackerbarth sei beispielsweise als Europas erstes Erlebnisweingut eine sächsische Erfolgsgeschichte: Mit jährlich mehr als 240.000 Gästen vor Ort in Radebeul zählt es laut dem ‚Global Wine Tourism Report 2025‘ der Hochschule Geisenheim zu den meistbesuchten Weingütern der Welt. Für diese umfassende internationale Analyse des weltweiten Weintourismus haben die renommierten Autoren mehr als 1.310 Weingüter aus 47 Ländern befragt.

Und das genau 190 Jahre, nachdem 1836 drei visionäre Winzer in Radebeul einen „Actienverein zur Fabrikation moussierender Weine“ gegründet hatten und damit nicht nur den Grundstein für die erste Sektkellerei Sachsens, sondern auch für eine der ältesten Sektmanufakturen Europas legten, wenn auch with a little help aus der Champagne: aus Reims kam der erste Kellermeister, Johann Joseph Mouzon. Er brachte den Sachsen das Rütteln bei, wie man es klassischerweise mit der Hand an den Rüttelpulten macht. In seiner Tradition hat auch die Ministerin Barbara Klepsch einen weiteren Teil ihrer beruflich bedingten Ausbildung zu einer wissenden Ministerin abgehakt: nach der Traminer-Lese im vergangenen November ließ sie sich jetzt vom Füllmeister Thomas Milster in die Kunst des Rüttelns einweisen. Die normale Ausbildung umfasst mehr Feinheiten, sie dauert vier Jahre – die Ministerin legte nach vier Minuten (noch sehr vorsichtig) Hand an. Aber sie fand Gefallen und rüttelte sich durchs ganze Pult, vom bequemen Oben nach dem durchaus unbequemeren Unten.

Ulrich van Stipriaan
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Ulrich van Stipriaan

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