Manchmal braucht es ein tiefes Loch, damit’s danach umso besser weitergeht: nachdem es schon einige Jahre bei den Bewerberinnen um die Sächsische Weinkönigin eher geringen Zuspruch gab, kann das Jahr 25/26 als Tiefpunkt gelten: da wurde – nach etlichem Hin, Her und Querelen – gar nicht gewählt. Die weinhoheitenfreie Zeit ist vorbei: seit gestern gibt’s wieder eine Weinkönigin und zwei Weinprinzessinnen in Sachsen. Luise Puhlmann heißt die neue Weinkönigin – sie war die jüngste der sechs Bewerberinnen und des einzigen – ein Novum – männlichen Kandidaten ums Amt. Die beiden Weinprinzessinnen sind Josephine Sander und Jessica Löffner.
Die Wahl fand in der Winzergenossenschaft Meißen statt und war nicht öffentlich. Die sieben Bewerberinnen und Bewerber hatten sich seit Juni auf die Aufgabe vorbereitet. Auf dem Programm standen unter anderem ein Weinbauseminar, Sensoriktraining und Rhetorik. Bei der eigentlichen Auswahl wurden neben Fachwissen auch Auftreten, Kommunikationsfähigkeit und Spontaneität bewertet. Zum Prüfungsprogramm gehörten Fachfragen zu Weinbau und Tourismus, die sensorische Beschreibung eines Weines sowie ein spontan gehaltenes Grußwort.
