Andreas Wellinger schaute gespannt zur Anzeigetafel, ehe er im Jubel der Zuschauer Gewissheit bekam: Es reichte zu Platz zwei beim Sommer-Grand-Prix-Finale der Skispringer in Klingenthal. Hinter dem in diesem Sommer schier unschlagbaren Polen Dawid Kubacki, der bei fünf Starts fünfmal siegte, holte sich der Bayer im letzten internationalen Aufeinandertreffen mit der komplett versammelten Weltelite den Schwung für die Wintersaison mit dem Höhepunkt Olympische Winterspiele in Südkorea. 141 und 127 Meter waren zwar noch nicht perfekt, doch die Richtung stimmt. Das deutete der Ruhpoldinger bereits am vergangenen Sonntag mit Platz vier im österreichischen Hinzenbach an.
«Die Sprünge sind immer besser geworden. Ich war in Hinzenbach schon nah dran. Jetzt werde ich versuchen, durch das Training noch besser zu werden und dann werden wir sehen, wofür es im Winter reicht», meinte Wellinger zufrieden. Lob gab es auch von Bundestrainer Werner Schuster. Es war ein solider und guter Wettkampf von Andi, vor allem in Anbetracht der schwierigen Bedingungen», sagte der Österreicher.