Mitten in der sportlichen Krise und Diskussionen um Fan-Gewalt muss Fußball-Zweitligist Hansa Rostock ohne seinen Vorstandschef Robert Marien auskommen. «Auf ärztliche Anordnung» werde der 42-Jährige vom März an voraussichtlich für sechs Monate sein Amt ruhen lassen, teilte der abstiegsbedrohte Verein am Mittwoch mit.
«Wenn einem gesagt wird, dass die Uhr fünf vor 12 schlägt, muss man bei aller Leidenschaft für den Verein und seine Aufgabe, Vernunft walten lassen und kurz auf die Bremse treten, um seiner Verantwortung für die eigene Gesundheit und für den F.C. Hansa Rostock nachzukommen», wurde Marien in der Mitteilung zitiert. Später machte er in einer Medienrunde klar: «Ich möchte in jedem Fall zurückkommen.»
Die Entscheidung zum vorübergehenden Rückzug sei mit dem Aufsichtsrat abgestimmt worden. Vor der Bekanntgabe hatte Marien die Mannschaft und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter informiert.
Aufsichtsratschef Rainer Lemmer bedankte sich bei Marien, «dass er seine Auszeit, die ärztlich eigentlich schon seit Ende vergangenen Jahres angeordnet war, verschoben hat, um den Verein durch die zuletzt sehr schwierige Phase zu führen und mit uns gemeinsam Regelungen und Lösungen für die Zeit seiner Abwesenheit zu erarbeiten».