Er hätte den Sieg seines Teams auskosten können. Stattdessen setzt Trainer Miroslav Jagatic von der BSG Chemie Leipzig nach dem 1:0-Auswärtssieg beim Chemnitzer FC in der Regionalliga Nordost ein beeindruckendes Statement. «Das ist ein Moment, in dem man vorsichtig ausholen muss. Wir blicken oft auf die 60er- und 70er-Jahre zurück und bewundern, was die Menschen damals erreicht haben. Davon sind wir heute meilenweit entfernt, ob bei der BSG Chemie, dem Chemnitzer FC oder anderen Traditionsvereinen», sagte Jagatic auf der Pressekonferenz.
Es wurde still im Raum und der Chemie-Trainer setzte fort: «Mit Fritz Feister hat Chemnitz einen großartigen Fußballer und vor allem einen guten Menschen verloren. Ich möchte der Familie mein tief empfundenes Beileid aussprechen und ihr viel Kraft in dieser schweren Zeit wünschen. Am Ende des Tages geht es bei allem Konkurrenzkampf um mehr als Fußball – es geht um einen Menschen, der den Fußball gelebt hat und dem dieser Verein viel zu verdanken hat. Deswegen möchte ich diesem Menschen meinen Respekt zollen.»