Real Madrid oder Manchester City im Stadion an der Alten Försterei. Das klingt für Fußball-Romantiker wie ein wunderbares Szenario. Ob in der kommenden Saison europäische Top-Clubs aber tatsächlich in der kleinen Arena des 1. FC Union in Berlin-Köpenick antreten werden, ist weiterhin sehr fraglich. Trotz der Erlaubnis der Europäischen Fußball-Union (UEFA) von Stehplätzen bei Spielen der Königsklasse, die einen Umzug nicht mehr zwingend erscheinen lässt.
Die Eisernen halten sich nach dem UEFA-Beschluss gegen einen kategorischen Stehplatz-Bann am Mittwoch noch bedeckt. Präsident Dirk Zingler hatte aber schon angedeutet, dass ein Umzug ins viel größere Olympiastadion unabhängig vom Urteil des Dachverbandes die wahrscheinliche Alternative ist.
«Zurzeit verdichten sich die Themen, dass wir die Champions League nicht in unserem Stadion spielen», sagte er. Das ist keine einfache Entscheidung für den Club, der auf seine Prinzipienfestigkeit stolz ist. Die riesige Arena im Westen der Hauptstadt mit ihren mehr als 74 000 Plätzen steht für den Lokalrivalen Hertha.