Ein rechteckiges Spielfeld, zwei Tore, ein Ball. Mit 40 Zentimetern Durchmesser ist die Kugel jedoch zu groß, damit die Rede von Fußball sein könnte. Die Spieler laufen zudem keinen Meter auf dem Feld, sondern fahren auf Motorrädern. Die Rede ist von Motoball. «Das gibt es, seit es Motorräder gibt», sagt der Vorsitzende des Ersten Motoballclub 70/90 Halle, Torsten Wochatz, im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur. Eine Mannschaft besteht aus fünf Spielern. Vier Mann auf dem Motorrad, ein Mann im Tor. Geschossen wird mit dem Fuß, der während der Fahrt in Richtung Tor den Ball kontrolliert. Im Grunde also Fußball, nur auf zweirädrigem Unterbau.
Im Gegensatz zum Fußball könnten beim Motoball Frauen und Männer gemeinsam auf dem Platz fahren. Frauen gibt es - zumindest in der ersten Mannschaft in Halle - momentan jedoch keine, so Wochatz. «Es ist nun mal ein Sport, der doch eher die Begeisterung bei Männern weckt. Allerdings haben wir auch viele weibliche Zuschauer und Kinder. In Frankreich gibt es aber sogar zwei Frauenmannschaften.»