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Horror-Crash beim DTM-Rennen auf dem Norisring: Dresdner Maximilian Paul im Krankenhaus

Ein gold-schwarzer Lamborghini-Rennwagen mit der Nummer 19 fährt in Führung liegend auf einem engen Stadtkurs. Im Hintergrund folgen weitere Rennautos, darunter ein grüner Aston Martin. Hohe Leitplanken säumen die sonnenbeschienene Rennstrecke.
Vor dem dramatischen Crash: Der Dresdner Maximilian Paul führte im Grasser-Lamborghini Temerario GT3 das DTM-Rennen auf dem Norisring an. Wenig später verlor er auf einer Ölspur die Kontrolle und verunglückte schwer. Foto: ADAC Motorsport
Von: Dresden News
Sekundenbruchteile ließen den Atem anhalten: In Führung liegend rast Maximilian Paul ungebremst in einen BMW. Das Rennen wurde abgebrochen, die Piloten sind im Krankenhaus.

Nürnberg. Sekundenbruchteile, ein ohrenbetäubender Einschlag, dann Stille auf den Tribünen: Was sich am Samstagnachmittag beim ersten Rennen des DTM-Wochenendes auf dem Norisring abspielte, ließ selbst gestandene Motorsport-Profis den Atem anhalten. Der führende Dresdner Maximilian Paul raste in der berüchtigten Grundig-Kehre nahezu ungebremst in den BMW von Kelvin van der Linde - ein Bild, das an das dramatische Duell von Gary Paffett und Mike Rockenfeller an gleicher Stelle im Jahr 2017 erinnerte. Das Rennen wurde sofort mit roter Flagge abgebrochen, beide Piloten kamen ins Krankenhaus.

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Ölspur wird dem Lamborghini von Maximilian Paul zum Verhängnis

Der Unfall ereignete sich mitten im Boxenstopp-Fenster. Paul lag im Grasser-Lamborghini Temerario GT3 in Führung und hatte seinen Pflichtstopp noch nicht absolviert, als er beim Anbremsen der Grundig-Kehre die Kontrolle über seinen Boliden verlor. Alles deutet auf eine Ölspur hin: Der Dresdner rutschte zunächst in die Leitplanke, verlor ein Rad und krachte anschließend mit hohem Tempo in die Fahrertür des Schubert-BMW von van der Linde, der seinen Stopp bereits hinter sich hatte und nur langsam durch die Kurve rollte. Wie das Fachportal Motorsport-Total.com berichtet, wurden beide Fahrzeuge dabei massiv zerstört - Pauls Lamborghini verlor die komplette Front, van der Lindes M4 GT3 Evo die Fahrertür.

Als Ursache für das Öl gilt der Dörr-McLaren von Timo Glock, der nach eigenen Angaben Getriebeöl verlore hatte und später ausschied. Teamchef Gottfried Grasser wies gegenüber ran.de einen Bremsdefekt zurück und verwies auf die Ölspur vor der Kurve. Pikant bleibt dennoch: Laut Informationen von Motorsport-Total.com hatte der Temerario schon im Freitagstraining mit überhitzenden Bremsen zu kämpfen, die auf dem engen Stadtkurs wie nirgendwo sonst belastet werden.

So geht es den Dresdner Rennfahrer nach dem Norisring-Unfall

Für Maximilian Paul endete das Wochenende auf der Krankenliege. Der Lamborghini-Werksfahrer wurde direkt nach der Bergung mit dem Verdacht auf einen Unterschenkelbruch in die Klinik gebracht, wie ein ADAC-Sprecher im Media Center bestätigte und auch Speedweek.com meldet. Generell sei der Dresdner ansprechbar und wohlauf gewesen - er blieb jedoch zunächst über Nacht zur genaueren Untersuchung im Krankenhaus.

Auch van der Linde kam vorsorglich in die Klinik; der Südafrikaner klagte über Schmerzen im Arm, nachdem er genau an der Fahrerseite getroffen worden war. Wie das Motorsport-Magazin berichtet, sprachen mehrere Fahrer von großem Glück im Unglück - ein Treffer in die Fahrertür zählt zum Gefährlichsten, was im Rennsport passieren kann.

Das Rennen wurde nach langer Unterbrechung fortgesetzt und brachte am Ende dennoch einen Premierensieg: Nicki Thiim feierte auf dem Norisring seinen ersten DTM-Erfolg im Aston Martin. Überschattet aber bleibt der Tag vom Horror-Crash des Dresdners.

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