Marcel Schrötter beschreibt sich selbst als Menschen, der nur selten emotional wird. Am Sonntagnachmittag konnte der Motorrad-Rennfahrer aber nicht anders. Beim Blick auf die vollen Tribünen am Sachsenring und die vielen deutschen Fahnen «musste ich in der Auslaufrunde schon auf die Zähne beißen», sagte der Moto2-Pilot. Die Krönung blieb jedoch aus. Schrötter verpasste beim Heim-Grand-Prix, den Augusto Fernandez gewann, das anvisierte Podest als Vierter nur um 0,115 Sekunden.
«So kurz nach dem Rennen bin ich enttäuscht», sagte der 29-Jährige. «Ich hätte den vielen Fans gerne einen Grund gegeben, damit sie noch mehr zu feiern haben.»
Auch Stefan Bradl, der als Vertreter des verletzten Stammfahrers Marc Marquez im Einsatz war, war nicht der Auslöser für die Partystimmung auf den Rängen. Der Honda-Pilot wurde in der MotoGP mit großem Abstand Letzter und muss weiter auf die ersten Zähler in dieser Saison warten. Gefeiert wurde von den 95 000 Fans am Sonntag allen voran Weltmeister Fabio Quartararo, der in der Königsklasse triumphierte. Der Franzose baute seine Gesamtführung dank seines dritten Saisonsieges weiter aus.