Am Ende waren sich alle trotz aller Rivalität einig: Dynamo Dresden ist ein verdienter Sachsenpokal-Sieger. Das 2:0 nach Verlängerung gegen den FC Erzgebirge Aue war der Erfolg der besseren Kraftreserven. Die zwei Treffer von Panagiotis Vlachodimos in dessen letztem Spiel für die Dresdner in der 109. und 116. Minute fielen, als die Auer nichts mehr entgegenzusetzen hatten. «Wir waren am Ende ziemlich kaputt. Man hat gesehen, dass die Jungs nicht mehr allzu viel zuzulegen hatten», sagte Aues Torhüter und Kapitän Martin Männel im MDR. Und Dynamo-Trainer Heiko Scholz betonte: «Man muss beiden Mannschaften ein Kompliment machen. Aber wir hatten die besseren Chancen, deshalb kann man sagen, verdient gewonnen.»
Hallescher FC mit versöhnlichem Saisonende
Wenigstens im Landespokal gab es für den Halleschen FC ein versöhnliches Ende. Doch danach sah es bis zur 80. Minute und einem von Torhüter Sven Müller gehaltenen Elfmeter beim 4:2 über Oberligist VfB Germania Halberstadt nicht aus. Der verunsicherte Drittliga-Absteiger lief einem Rückstand hinterher und musste froh sein, dass der Fünftligist seine Chancen nicht nutzte. Erst mit dem Ausgleich durch Jannes Vollert in der 89. Minute bekamen die Hallenser ihr Selbstbewusstsein zurück. «Es war noch einmal alles drin. Es ist vieles gelaufen, was symptomatisch war für die vergangenen sieben, acht Wochen», sagte der scheidende Trainer Stefan Reisinger.
Er lobte ausdrücklich den zweifachen Torschützen Erich Berko, der zudem die Vorlage zum vierten Treffer leistete. «Es freut mich für ihn. Er hatte vom Kopf her und privat hier kleine einfache Zeit. Ich bin glücklich darüber, dass er es uns ermöglicht hat, hier zu gewinnen», sagte Reisinger.
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