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Vorteile und Risiken von Barf

Neugieriger Hund und Katze schauen erwartungsvoll über eine Kante – ideal für artgerechte Barf-Ernährung.
Barfen ermöglicht eine artgerechte und natürliche Ernährung für Hunde und Katzen. / Foto: Zamonelli auf pixabay
Von: Konrad Vers

Die Vorteile von Barf sind die natürliche Ernährung, das Fehlen von künstlichen Zusatzstoffen, die individuelle Anpassung an die Bedürfnisse des Tiers und die Kontrolle über die Qualität der Zutaten. Die Risiken von Barf sind die mögliche Keimbelastung, die Infektionsrisiken und die Gefahr einer Mangelernährung.

Eine sorgfältige Planung für die Barf Fütterung ist wichtig, um die Vorteile von Barf optimal zu nutzen und gleichzeitig die Risiken zu minimieren. Entscheide dich unbedingt für hochwertiges Barf, wie das von Meisterbarf, um die Gesundheit deines Hundes oder deiner Katze nicht zu gefährden. Es ist essenziell, sich über den Nährstoffbedarf des eigenen Tieres zu informieren und die Mahlzeiten entsprechend ausgewogen zusammenzustellen.

Auf die Vorteile und Risiken von Barf gehen wir im Folgenden detailliert ein.

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Was ist Barf?

Barf ist eine alternative Ernährungsmethode zur Fütterung fleischfressender Hunde und Katzen. Barf steht für „Biologisch Artgerechte Rohfütterung” und meint die Haustierernährung mit rohem Muskelfleisch, natürlichen Innereien und fleischigen Knochen sowie Gemüse und Obst. Barfen ist keine reine Rohfleischernährung.

Das Barfen orientiert sich an dem natürlichen Beutetierkonzept von Wölfen und Wildkatzen, die ihre Beute im Ganzen fressen. Eine Barf Mahlzeit für Hunde besteht zu 70 - 80 % aus tierischen und zu 20 - 30 % aus pflanzlichen Komponenten. Eine Barf Mahlzeit für Katzen setzt sich aus 95 % tierischen und 5 % pflanzlichen Zutaten zusammen. Barf ist eine naturnahe Ernährung von Haustieren, weil die Zutaten nicht durch Hitze verarbeitet werden.

Was sind die Vorteile von Barf?

Die Hauptvorteile von Barf sind, dass man die volle Kontrolle über die Inhalte im Napf hat und dass die Individualität sowie die Stärkung der Zähne von Hunden und Katzen gefördert wird. Barf ist besonders naturnah, es besteht eine hohe Futterverwertung und es gewährleistet keine schädlichen künstlichen Zusatzstoffe.

Die wichtigsten Vorteile von Barf sind der folgenden Liste im Detail zu entnehmen.

  • Volle Kontrolle: Haustierbesitzer haben beim Barfen die volle Kontrolle über die Frische, Qualität, Zusammensetzung und Herkunft der Zutaten. Die volle Kontrolle des Barfs ist besonders hilfreich bei Hunden und Katzen mit Allergien oder Unverträglichkeiten. Am besten wählt man Barf in Bio-Qualität.
  • Individualität: Die Individualität der Barf Mahlzeiten ist wichtig, damit man die Zusammensetzung passend zur Größe, Rasse, Gewichtsklasse, Altersgruppe und Aktivität des Haustieres wählen kann. Besonders bei speziellen Diäten des Tieres ist es hilfreich, dass man mit Barf sehr flexibel ist.
  • Stärkung der Zähne: Barf ermöglicht die Stärkung der Zähne, da das Kauen von rohen Knochen und festen Fleischstücken für weniger Zahnbelag sowie reduzierten Zahnstein beim Haustier sorgt. Der mechanische Abrieb beim Kauen von Barf wirkt beim Hund oder bei der Katze ähnlich wie eine natürliche Zahnbürste.
  • Naturnah: Die Fütterung von Barf ist sehr naturnah, denn sie orientiert sich an der natürlichen Ernährung von Wildtieren. Die Zutaten im Barf werden keiner Erhitzung unterzogen, was sie natürlicher macht und für den Erhalt von wichtigen Nährstoffen, Mineralien, Spurenelementen und Vitaminen sorgt.
  • Hohe Futterverwertung: Barf gewährleistet eine hohe Futterverwertung, denn es enthält weniger Füllstoffe als manches Fertigfutter. Rohes Futter hat eine Verdaulichkeit von 90 - 95 %. Manche Haustiere produzieren mit der Fütterung von Barf weniger Kot als mit der Fütterung von industriellem Futter.
  • Keine künstlichen Zusatzstoffe: Im selbst zusammengestellten Barf Futter sind keine künstlichen Zusatzstoffe wie Farbstoffe, Geschmacksverstärker oder Konservierungsstoffe enthalten. Herkömmliches Industriefutter für Hunde und Katzen weist im Gegensatz zu Barf oft schädliche Zusatzstoffe auf.

Was sind die Risiken von Barf?

Die Risiken von Barf sind die Infektionsgefahr durch die Keimbelastung, die Verletzung durch Knochen und die Fehlversorgung durch ein Nährstoffungleichgewicht. Die Fehlinformationen im Internet gehören zu den Risiken von Barf, da diese Verunsicherungen bei Hunde- und Katzenhaltern auslösen.

Alle Risiken von Barf beschreibt die nachstehende Liste detailliert.

  • Infektionen: Beim Barfen ist es möglich, dass Infektionen bei mangelnder Hygiene entstehen. Rohes Fleisch kann Krankheitserreger enthalten, die das Haustier und über den Kot den Menschen infizieren können. Barf sollte aufgrund der Infektionsgefahr nicht im Haushalt mit Senioren, kleinen Kindern, Schwangeren oder immungeschwächten Personen gefüttert werden.
  • Verletzung durch Knochen: Es ist möglich, dass beim Barfen Verletzungen durch Knochen beim Haustier entstehen. Sehr harte oder gekochte Knochen verursachen beim Tier potenzielle Zahnfrakturen oder Verletzungen im Maul. Die Härte des Knochens sollte stets an die Größe des Haustieres angepasst werden. Knochen sind aufgrund der Splittergefahr für Hunde und Katzen niemals zu kochen.
  • Fehlversorgung: Selbst zusammengestellte Barf Mahlzeiten stellen ein Risiko der Fehlversorgung dar, wenn sie ohne Fachwissen erstellt werden. Mit einem Ungleichgewicht der Nährstoffe in der Ernährung kommt es bei Haustieren zu einer Unter- oder Überversorgung. Eine Recherche und ein professionell erstellter Barf Ernährungsplan hinsichtlich des täglichen Kalorien- und Nährstoffbedarfs des Haustieres sind wichtig, um Krankheiten zu vermeiden.
  • Verunsicherung: Im Internet gibt es viele widersprüchliche Auskünfte und Fehlinformationen zu Barf, die für Verunsicherung bei Haustierbesitzern sorgen. Viele Quellen sind nicht wissenschaftlich belegt oder stark von persönlichen Meinungen zu Barf geprägt. Eine Beratung durch einen Tierarzt oder Ernährungsberater für Haustierfütterung sollte Foren im Internet vorgezogen werden.

Ist Barfen sinnvoll?

Barfen ist sinnvoll, wenn man sich an Hygienevorschriften bei Lagerung und Zubereitung hält, wenn hochwertige Zutaten genutzt werden und wenn man eingehende Recherche betreibt. Haustiere sollten nur gebarft werden, wenn man sich von einem spezialisierten Tierarzt oder einem Berater für Haustierernährung beraten lässt.

Barf kann sinnvoll sein, ist aber nicht automatisch gesünder als hochwertiges Fertigfutter. Das Barfen bietet Vorteile wie die volle Kontrolle über Zutaten, Anpassung an Allergien oder Unverträglichkeiten und weniger Zahnstein durch Knochenfütterung. Barf birgt bei Unwissenheit, Unachtsamkeit und mangelnder Hygiene Risiken für Mensch und Tier.

Wissenschaftlich ist zwar nicht bewiesen, dass Barf grundsätzlich besser ist, es erzielt jedoch positive Effekte, wenn man sich intensiv mit der Haustierernährung und -gesundheit beschäftigt. Es ist wichtig, dass man beim Barfen regelmäßig das Blut des Haustieres untersuchen lässt, um eine Fehlversorgung rechtzeitig zu erkennen.

Konrad Vers
Artikel von

Konrad Vers

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