Die Welt der E-Liquids ist erstaunlich breit gefächert. Wer zum ersten Mal vor einem Regal mit Dutzenden bunter Fläschchen steht, deren Etiketten mit verlockenden Geschmacksnamen werben, fühlt sich angesichts der schieren Auswahl schnell überfordert und weiß kaum, wo er anfangen soll. Frucht, Tabak, Menthol, Dessert oder Getränke - die Geschmacksrichtungen scheinen grenzenlos. Hinter den unterschiedlichen Aromen verbergen sich jedoch wesentliche Unterschiede in Zusammensetzung, Herstellung und Wirkung beim Dampfen. Die einzelnen Bestandteile zu kennen, hilft, die richtige Mischung für ein gutes Dampferlebnis zu wählen. Dieser Ratgeber zeigt die wichtigsten Unterschiede bei E-Liquids.
- 50/50 (PG/VG) – ausgewogenes Verhältnis für guten Geschmack, Dampfproduktion und die meisten Geräte
- 30/70 (PG/VG) – ideal für Cloud-Chaser und Subohm-Dampfer, die große Wolken bevorzugen
- 70/30 (PG/VG) – stark geschmacksbetont, ideal für kompakte Pod-Systeme und Mund-zu-Lunge-Geräte
Ein Aspekt wird dabei oft übersehen: Nicht jedes Gerät verträgt jedes Mischverhältnis. Dickflüssige VG-Liquids können bei kleinen Verdampferköpfen zu Nachflussproblemen führen, während dünnflüssige PG-Liquids in Subohm-Tanks gelegentlich auslaufen. Die Abstimmung zwischen Gerät und Liquid ist daher ein zentraler Punkt, mit dem sich auch ein weiterführender Beitrag zu Alternativen beim Rauchstopp auf unserem Portal beschäftigt.
Nikotingehalt und Nikotinsalze als Unterscheidungsmerkmal
Neben der Basis ist auch der Nikotingehalt ein entscheidender Faktor bei der Liquid-Zusammensetzung. In Deutschland sind Liquids mit einem Nikotingehalt von maximal 20 mg/ml gesetzlich erlaubt, wobei diese Obergrenze durch die europäische Tabakproduktrichtlinie festgelegt wurde. Innerhalb dieses gesetzlich festgelegten Rahmens existieren zahlreiche Abstufungen, die von vollständig nikotinfreien Varianten über leichte Dosierungen mit etwa 3 mg/ml, welche sich besonders für Gelegenheitsdampfer eignen, bis hin zu deutlich stärkeren Konzentrationen reichen, die vor allem Personen beim Umstieg vom herkömmlichen Tabakkonsum unterstützen sollen. Besonders in den letzten Jahren haben sogenannte Nikotinsalz-Liquids deutlich an Bedeutung gewonnen, da sie gegenüber herkömmlichen Liquids einige Vorteile bieten, die vor allem für ehemalige Raucherinnen und Raucher relevant sind. Nikotinsalze wirken schneller und fühlen sich im Hals sanfter an. Für Personen, die vom Tabak umsteigen und einen schnellen Nikotinschub gewohnt sind, kann das einen deutlichen Unterschied bedeuten.